Pelze aus Tierliebe

Jährlich schiessen Jäger in der Schweiz rund 30'000 Füchse zur Bestandsregulierung. Ihre Felle zu verarbeiten ist aufwendig – und bringt kein Geld. Fritz Aeschbacher tut es trotzdem.

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Pelz: Importiert und weggeworfen

12 min, aus Einstein vom 10.1.2013

«Einen Fuchs für den Container zu schiessen dünkt mich schade», sagt der Emmenthaler Jäger Fritz Aeschbacher. Jährlich schiesst er etwa 80 Tiere zur Bestandsregulierung. Insgesamt sind es in der Schweiz rund 30'000 pro Jahr, die getötet werden – und meist direkt in der Tierkadaverstelle landen.

Denn während die Importzahlen von Pelzen steigen, lässt sich mit heimischen Fuchspelzen kein Geld verdienen. Eine Stunde Verarbeitung steckt hinter jedem Pelz. Zwischen 10 und 15 Franken bekommt Aeschbacher pro Stück. Der Tiefstand liegt bei 4 Franken pro Pelz.

Die Verarbeitung von Fuchspelzen ist ein Verlustgeschäft. Trotzdem nimmt Fritz Aeschbacher den Aufwand in Kauf. Dem Tier zuliebe quasi. Der Weg von der Fuchsjagd zum Fell beim Händler zeigt der Einstein-Beitrag vom 10. Januar 2013.

Pelz- und Fellmarkt Thun

Am Samstag 9. Februar findet erneut der Pelz- und Fellmarkt in Thun statt. Gegründet wurde der Markt im Jahr 1934 von Hans Grunder, damals Büchsenmacher in Thun. Auf dem Markt werden über 4000 unbehandelte Fuchs-, Marder und Dachsfelle an Kürschner verkauft.

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