«Persönlich»: Die Juristin und der Sammler

Magdalena Rutz wurde als Gerichtsschreiberin am Baselbieter Kantonsgericht eine Koryphäe auf ihrem Gebiet. Dieter Stalder ist ein Multitalent: Er hätte Komponist, Schriftsteller oder Musiker werden können. Im Lehrerberuf fand er seine Erfüllung. Daneben baute er ein Orgel- und Harmonium-Museum auf.

Magdalena Rutz (73)

Porträt von Magdalena Rutz vor einem Bücherregal.

Bildlegende: Magdalena Rutz. zvg

«Eine Familie zu gründen, war weniger mein Ding», sagt Magdalena Rutz, wenn sie auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblickt. Stattdessen brachte sie ihr enormes Wissen als promovierte Juristin während 35 Jahren als Gerichtsschreiberin am Kantonsgericht Baselland ein.

Im Bereich des Schuldbetreibungs- und Konkursgesetzes wurde sie zu einer vielbeachteten Koryphäe. Eine Berufung an das Bundesgericht schlug sie trotzdem aus. Die Tätigkeit im Hintergrund lag ihr mehr am Herzen.

Seit ihrer Pensionierung bleibt Magdalena Rutz mehr Zeit für ihre Begeisterung an den Erfolgen Roger Federers: Sie ist ein glühender Federer-Fan und ist in dessen Fanclub aktiv.

Dieter Stalder (70)

Porträt von Dieter Stalder vor der Kirchenorgel.

Bildlegende: Dieter Stalder. zvg

«Es gab Zeiten, da standen im Schlafzimmer vier Harmonien und im Wohnzimmer deren fünf», erzählt Dieter Stalder beim Rundgang durch das Liestaler Orgel- und Harmonium-Museum. Dieses steht gleich neben seinem Wohnhaus.

«Als Jugendlicher hätte ich genauso gut Dichter, Maler oder Komponist werden wollen», sagt Dieter Stalder rückblickend. Aber er hat einen anderen Weg gewählt: «In den Beruf als Lehrer konnte ich meine Begeisterung für die Kunst einfliessen lassen.»

Auf drei Stockwerken verteilt steht Instrument an Instrument: Raritäten aus verschiedenen Epochen und aus ganz Europa. Dieter Stalders Frau und Kinder teilen seine Liebe zur Musik: Mit Musikern der Familie Stalder sind Aufnahmen entstanden, die der Museumsbesitzer auch verkauft.

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