Roboter aus aller Welt in Zürich

Vorhang auf für Affeto, Kenschiro oder Kibo: In Zürich treffen sich am Wochenende Roboter aus aller Welt. Zum 25-Jahr-Jubiläum des Labors für Künstliche Intelligenz der Universität Zürich sind «Robots on Tour». Als Stargast gibt sich Roboy die Ehre, der modernste menschenähnliche Roboter.

Kaum auf der Welt, ist Roboy bereits ein Star, dank seinem Auftritt im Mini-Drama «to be or not to be humanoid». Roboy repräsentiert eine neue Generation von Robotern. Seine Anatomie ist der des Menschen nachempfunden. Er verfügt über künstliche Sehnen und bewegt sich so geschmeidiger. Er kann sprechen, Gesichter erkennen und verfügt über eine eigene Mimik.  Stehen oder gehen kann Roboy dagegen noch nicht. Der jüngste Spross von Al Lab wurde in der kurzen Zeit von nur neun Monaten erschaffen.

Roboter in die Gesellschaft integrieren

Porträtbild von Neurobiologe Pascal Kaumann.

Bildlegende: Neurobiologe Pascal Kaufmann Er hat Roboter Roboy mitentwickelt. robotsontour.com

Pascal Kaufmann ist einer der Väter von Roboy. Ihm und seinem Team ist es ein Anliegen, Roboter so zu bauen, dass sie in die Gesellschaft integriert werden können. Ein Roboter im Gesundheitswesen sollte also nicht wie ein Gabelstapler aussehen. Die Herstellung humanoider Roboter stellt die Forscher denn auch vor grosse Herausforderungen: Schnelle, sanfte Bewegungen oder auch robuste, flexible, weiche Haut sind schwer nachzubauen. Pascal Kaufmann ist zu Gast in der Sendung «Treffpunkt» von Radio SRF 1 und spricht über die Arbeit an und mit Robotern.

«Robots on Tour»

Zum 25-Jahre-Jubiläum und Weltkongress «Robots on Tour» des Labors für Künstliche Intelligenz der Universität Zürich (Al Lab) kommen Interessierte, Robotikfans, Roboter und Cyborgs aus der ganzen Welt nach Zürich. Nebst Roboy ist Affeto aus Osaka zu Gast, Kenschiro aus Tokyo oder Kibo, Silbot und Mere aus Korea. Das Publikum wird auf unterhaltende Art und Weise über den heutigen Stand der Robotertechnik informiert. Ein Blick in die Zukunft zeigt, wie das Zusammenspiel von Mensch und Roboter aussehen könnte.

Roboter im Gesundheitswesen

Drei Roboterrobben mit Schnuller.

Bildlegende: Roboterrobbe Paro Der elektronische Kuschelgefährte kommt in japanischen Altersheimen zum Einsatz. Keystone

Für Forscher ist eine Zukunft mit Robotern als Dienstleister in Haushalt und Pflege durchaus denkbar. Sie erobern langsam aber stetig ihren Platz im Gesundheitswesen. Gegen solche unpersönlichen stummen Helfer regt sich aber auch Widerstand. Roboter für Routinearbeiten einzusetzen mag zwar sinnvoll sein, ihnen fehlen aber Mitgefühl und menschliche Wärme.

Diesen Mangel versucht man mit Hightech-Nachfolgern von Stofftieren oder Puppen zu kompensieren. So wurde in Japan zu therapeutischen Zwecken der Robben-Roboter Paro (Personal Robot) entwickelt. Die kuschelige, weisse Robbe ist mit Sensoren ausgestattet, die auf Berührungen reagiert, den eigenen Namen versteht und das natürliche Vorbild täuschend echt imitiert.

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