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Radio SRF 1 Schönheit im Wandel der Zeit

Unser Schönheitsideal hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Die Vorstellung vom perfekten Körper schwankt zwischen spindeldürr und mollig, androgyn und weiblich. Dennoch gibt es in jeder Epoche eigene Schönheitsideale.

Grosse, hängende Brüste, dicke Beine, runder Bauch und üppiger Po: In der Steinzeit galten üppige Formen als schön. Dies verkörperten jedenfalls Skulpturen aus dieser Zeit. Ein berühmtes Beispiel ist die «Venus von Willendorf».

Im Laufe der Zeit hat sich das Schönheitsideal stetig geändert. Im antiken Griechenland galt die Ausgewogenheit der Proportionen als wichtiges Schönheitsmerkmal. Im Mittelalter wurden Frauen auf Gemälden fast maskulin gezeigt. Später im Barock war Leibesfülle ein Zeichen für Reichtum und Wohlstand.

Schönheitsideale geprägt durch Filmschauspielerinnen

Mit der beginnenden Emanzipation in den 1920er-Jahren achteten Frauen zunehmend auf ihre Figur. Zunächst waren schlanke Figuren modern, die erste Diätwelle erfasste die Damenwelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg galten dagegen gut genährte Körper als weiblich und attraktiv. Allgemein wurde das Schönheitsideal stark durch Filmschauspielerinnen wie Marlene Dietrich oder Marilyn Monroe geprägt.

Römische Marmorkopie eines Diskuswerfers
Legende: Diskobolos Männliches Schönheitsideal. wikipedia

Seit den 80er-Jahren wurden den Idealmassen von 90 - 60 - 90 mit Hilfe von Aerobic, Fitness und Diäten nachgeeifert. Die Laufstegmodels wurden im Laufe der letzten Jahre immer dünner. Schauspielgrössen aus Hollywood übereifern sich im Abnehmen.

Eines steht jedoch fest: Die Schönheit ist von der Zeit und der Lebenssituation geprägt und somit recht subjektiv.

Das männliche Schönheitsideal

Verglichen mit den hohen Schwankungen der weiblichen Schönheitsideale ist das Bild der idealen Männerfigur deutlich stabiler. Es schwankt zwischen Reife und Jugendlichkeit, zwischen Herkules und Adonis.

Viele Rätsel um Mona Lisa

Sie sitzt einfach so da. Leichtes Lächeln (oder lächelt sie gar nicht?), zartes Gesicht. Ihr Ausdruck ist kaum beschreibbar. Und genau das macht sie zu einem Faszinosum, zu einer eigenen Schönheit.

Leonardo Da Vincis Werk fesselt die Menschen seit 500 Jahren so sehr, dass sie uns im Pariser Louvre hinter Panzerglas anschaut. Und wir sie. Aber wer sagt eigentlich, dass Mona Lisa eine Frau ist?

Genau das ist – nebst vielen Rätseln – eine ungelöste Frage, sagt Kunsthistoriker Juri Steiner im Interview mit Radio SRF 1. «Vielleicht ist die Mona Lisa ein verstecktes Selbstbildnis von Leonardo Da Vinci». Da sind sich die Forscher – wie mit vielen Fragen und Mythen rund um die Mona Lisa – nicht einig.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Carsten Ramsel (Carsten Ramsel)
    Sehr geehrte SRF-Redaktion So schön Ihre historischen Beispiele der Weiblichkeit auch sein mögen, geht hier nicht historisch das Eine oder Andere durcheinander? Die Aphrodite von Melos oder Venus von Milo gehört in die hellenistische Epoche und ist keineswegs römisch sondern griechisch. Und bei der Venus von Willendorf könnte es sich um ein Fruchtbarkeitsidol vielleicht aber auch einfach nur um eine Spielpuppe handeln. Dennoch vielen Dank für das schöne Thema. Freundliche Grüsse CR
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    1. Antwort von
      Grüezi Herr Ramsel Sie haben recht: Da kamen "römisch" und "griechisch" durcheinander. Wir haben den Artikel angepasst. Danke! Freundliche Grüsse, R. Born.
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  • Kommentar von Stephanie von Walterskirchen (SVW)
    Das schöne an Monalisa ist, dass nicht der Körper sondern das Lächeln spricht. Und mich erfüllt mit sanftem Glück.
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