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Radio SRF 1 Schützen wir unsere Tiere genügend vor Tierquälern?

Der Fall «Hefenhofen» hat viele Menschen schockiert. Die Bilder der geschundenen und verendeten Pferde warfen die Frage auf: Wie konnte so etwas passieren? In der Sendung «Forum» suchen wir mit Tierschützern, dem obersten Kantonstierarzt und Hörerinnen und Hörer nach Antworten.

Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen.
55 min, aus Forum vom 17.08.2017.

Die Schweiz hat ein gutes Tierschutzgesetz. Ob das Gesetz aber auch genügend hart umgesetzt wird, ist umstritten. Seit 2010 hat sich die Zahl der Strafverfahren wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz mehr als verdoppelt. Die Tierschutzdelikte werden also strenger geahndet.

Dennoch zeigt der Fall «Hefenhofen», dass einzelne Täter über eine lange Zeit unbemerkt Tiere vernachlässigen und quälen können. Mehr zum «Fall Hefenhofen»

Tierquälerei: Was ist zu tun?

Legende: Video Eine tierische «Arena» abspielen. Laufzeit 68:00 Minuten.
Aus Arena vom 19.05.2017.

Wie kann das sein, dass Tiere abgemagert auf einem Hof verenden? Dass Hunde in überhitzten Fahrzeugen sterben? Für Vanessa Gerritsen, stellvertretende Geschäftsleiterin der «Stiftung für das Tier im Recht» ist klar: Im Vollzug werde oft zu zögerlich gehandelt. «Die Behörden tendieren oft dazu, zu Gunsten der Tierhalter zu entscheiden», sagt sie.

Behörden könnten so grossen Aufwand vermeiden, da die Tierhalter das ganze rechtliche Instrumentarium ausnutzen können, um sich gegen Massnahmen zu wehren. Die Tiere hätten hingegen keine Möglichkeit, sich zur Wehr zu setzen.

Reto Wyss, Kantonstierarzt in Bern und Präsident der Vereinigung der Schweizer Kantonstierärzte hingegen verteidigt die Behörden. «Wir dürfen uns nicht von der öffentlichen Meinung leiten lassen.» Die staatlichen Stellen müssten bei ihrer Arbeit die richtigen Prioritäten setzen und die rechtsstaatlichen Prinzipien strikt einhalten.

In der Diskussionssendung «Forum» auf Radio SRF 1 diskutierten die beiden Experten mit Hörerinnen und Hörern über den Tierschutz. Tun wir genug für den Tierschutz in der Schweiz? Hier geht's zur Online-Diskussion.

14 Kommentare

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  • Kommentar von Felice Limacher (Felimas)
    Die Fragestellung im Titel ist schon mal völlig falsch. Tiere gehören niemandem ausser sich selber. Genauso wie wir uns selber gehören ... Die Aussage verdeutlicht schon mal einen Besitzanspruch der total Überheblich ist.
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    1. Antwort von Thomas Käppeli (thkaepp)
      Auch wenn Sie noch so Recht haben, ist es kein Wunder. Tiere wurden auch von der CH-Rechtsspechung, noch bis vor kurzem, als Sachwert gehandhabt. Dass Sie, Felice Limacher sich selber gehören, vergessen Sie lieber. Sie sind in ein perfides global profitables Tauschgeschäft Ihrer Metadaten eingebunden. Selbst Auswandern in ein Entwicklungsland ändert daran kaum etwas. Im Gegenteil, je primitiver/ungebildeter der Staat, desto unkritischer folgen die „Untertanen“ den Dekreten ihrer Leithammel.
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  • Kommentar von Cornelia Beer (Cornelia Beer)
    für ein Pferd, (oder Pony, das ist ja praktischerweise klein) reicht, und keinen Ausritt kennenlernen darf, Fische in Aquarien mit verschmutzem Wasser in einem Zimmer gehalten werden, Schlangen in Vivarien im Esszimmer, die vielleicht einen Blumentopf als Unterschlupf geniessen dürfen, Chinchillas, Meerschweinchen in kleinen Käfigen im Kinderzimmer, Koifische in schmutzigen kleinen abgestandenen Teichen die keine Chancen haben um zu überwintern, etc. Ich frage mich wo sind da die Kontrollen?
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  • Kommentar von Cornelia Beer (Cornelia Beer)
    Ich finde es schade, dass die ganze Zeit die Bauern angegriffen werden. Es gibt tatsächlich Betriebe, wo das Tier komfortabler leben kann als die Bauernfamilie, denn das Geld reicht vielleicht noch für das Tierwohl, was gesetzlich ja vorgeschrieben wird, aber nicht mehr für die Familie, die am Existenzminimum leben muss. Wenn ich denke, wieviel Privatpersonen zwei, drei Hunde oder Katzen in einer Wohnung ohne Auslauf halten können, oder Pferdebesitzer denken, dass die Mindestfläche an
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