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Radio SRF 1 Schweizer erwies Winston Churchill die letzte Ehre

Die einen haben die Beatles in London live erlebt, andere standen am Strassenrand, als der ehemalige Premierminister Winston Churchill vor 50 Jahren zu Grabe getragen wurde. Begegnungen und Erlebnisse in Grossbritannien - Radio SRF 1-Hörerinnen und Hörer erzählen ihre Geschichte.

Winston Churchill mit Hut macht das Peace-Zeichen mit seinen Fingern.
Legende: Winston Churchill 1954 bei einem Besuch in Washington beim amerikanischen Präsidenten Eisenhower. Keystone

Abschied von einem grossen Staatsmann

Der Sekundarlehrer Richard Spoerri aus Meilen (ZH) war 28 Jahre alt, als er 1965 für einen Sprachaufenthalt in London weilte. Dass während seines Aufenthalts einer der grössten Staatsmänner stirbt, konnte er nicht wissen. An den Tag, als der Tod des ehemaligen Premierministers Winston Churchill im vereinigten Königreich vermeldet wurde, erinnert sich Spoerri gut. Alle legten in den Büros ihre Arbeit nieder und während Tagen konnte die Bevölkerung im «House of Parliament» vom grossen Staatsmann Abschied nehmen. Hunderttausende seien rund um die Uhr zum Sarg Churchills gepilgert - auch er. Allerdings sei er erst nach Mitternacht losgezogen, um nicht stundenlang in der Menschenschlange zu stehen.

Enttäuscht von der Queen

Anne-Marie Nyffeler-Böschenstein aus Aarau kam als 8-jähriges Mädchen erstmals nach London. Ihr Vater war Journalist und wurde als Korrespondent in die englische Hauptstadt beordert. Nach einer langen Fahrt mit einem Dampfzug durch Frankreich und der Kanalüberfahrt kam die Familie nachmittags in London an und ihr Vater fragte, ob sie die Königin sehen möchte. Sie fahre jeweils um 16 Uhr aus. So standen die Böschensteins kurz nach ihrer Ankunft in London vor dem Buckingham-Palast, als ein offenes Auto vorbei fuhr. Darin eine junge, winkende Frau in Tailleur und Hut. Aber wo blieb die Krone?

Ich war bodenlos enttäuscht, hatte ich mir doch eine Königin ganz anders vorgestellt.

Bei der Krönung im gleichen Jahr war Anne-Marie Nyffeler erneut Zaungast am Strassenrand. Diesmal ausgerüstet mit einem Teleskop, damit das kleine Kind überhaupt etwas sehen konnte. Die Krone blieb ihr jedoch auch dann verborgen.

Was ist Ihre Erinnerung an Grossbritannien? Schreiben Sie hier ins Kommentarfeld.

8 Kommentare

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  • Kommentar von Silvia Roth, Rodersdorf
    Bei einer Tour durch England übernachteten mein Mann und ich in Cambdridge in einem B&B. Die "Landlady" hatte einen britisch unterkühlten Charme, sie machte einem fast ein bisschen Angst. Aber nicht nur uns: Ihr Mann gesellte sich beim Frühstück zu uns und wir hatten ein unterhaltsames Gespräch - bis er plötzlich die Türe hörte mit dem Aufschrei "My wife's coming" aus der Küche rannte und so tat, als ob das Gespräch nie stattgefunden hätte. Wir amüsierten uns köstlich.
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  • Kommentar von Corinne Bohn-Gerosa, Muttenz
    Letztes Jahr war ich in London. Als ich meine schweren Koffern die steile Treppe aus der Tube schleppen wollte, kam ein eleganter Engländer, schnappte meinen Koffer und trug ihn die Treppe hoch. Er liess ihn oben an der Treppe stehen und lief einfach davon. Ich konnte mich nicht einmal bei dem Gentleman bedanken. Auch auf der Rückfahrt zum Flughafen schnappte ein junger Mann meinen Koffer und trug ihn die Treppe hinunter. Die Engländer sind sehr, sehr hilfsbereit.
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  • Kommentar von Ruth Manser, Wetzikon
    London im Januar 1965 - es ist neblig und es regnet. Ich gehe ins Museum von Madam Tussaud und treffe dort bei den «Räubern» einen jungen Mann namens Eugen. Im Räuberzimmer war es ziemlich düster, trotzdem fanden wir es irgendwie gemütlich und lustig. Damals wussten wir noch nicht, dass wir heiraten würden und 50 Jahre zusammen sein können. Dieses Jahr werden wir Madame Tussaud besuchen und auf uns und «good old England» anstossen!
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