Sind Sie bereit fürs Festtags-Essen?

Gabel links, Messer rechts. Soweit die Grundlagen. Tischdecken ist eine Wissenschaft. So gehts richtig.

Tischset.

Bildlegende: Spickzettel Es gibt klare Regeln, wie ein Tisch gedeckt werden soll. SRF

Aufdecken ist keine einfache Sache. Wer ab und an Gäste zu einem Mehrgänger einlädt, weiss das. Wie muss man bei einer Vorspeise das entsprechende Besteck richtig auf den Tisch legen? Ist der Griff des Vorspeise-Messers auf der gleichen Höhe wie der Griff des Hauptspeise-Messers?

Keine Panik: «A point» zeigt, wie man den Tisch perfekt deckt. Und dies rechtzeitig vor dem grossen Festgelage.

Zu Beginn kommt der grösste Teller als Stellvertreter. Er gibt die Ausrichtung vor, sagt Radio SRF 1-Köchin Maja Brunner. «Egal wieviele Gänge man macht, maximal soll man für vier Gänge decken. Dessert inklusive. Sonst braucht das Besteck zuviel Platz», sagt Maja Brunner. Ab dem fünften Gang kommt das Besteck vor dem Servieren dazu.

Das Buch «Der Schweizer Knigge - Was gilt heute?»  enthält ein Tisch-Set als Vorlage zum richtig Aufdecken. Ein Spickzettel für den Gastgeber.

Sonnenkönig ass mit den Händen

Im «À Point» von Donnerstag geht Koch-Experte Ruedi Trefzer der Geschichte des Bestecks auf den Grund. Seine Recherchen zeigen: Das Besteck, das heute am verbreitesten ist, ist erst am wenigsten lang in Gebrauch.

Vor dem 16. Jahrhundert kannte die Gabel niemand. Von Venedig her breitete sie sich in Italien und im restlichen Europa nur langsam aus. Selbst am Hof des französischen Sonnenkönigs Ludwigs XIV., gab es kaum jemand, der die Gabel als Essin­strument benutzte. Der Sonnenkönig je­denfalls benutzte sie nicht. Er ass mit den Fin­gern.

Sendung zu diesem Artikel