So viel ist unser Franken wirklich wert

Der starke Franken! Wie oft haben wir das schon gehört. Was aber bekommt man für einen Franken? Im Supermarkt haben wir den Test gemacht – und lauter Sachen gekauft, die genau einen Franken kosten.

Was bekommt man für einen Franken? Rechnet man beim Grossverteiler die Lebensmittelpreise herunter, wird klar: Käse ist teuer, Hörnli sind extrem günstig und erstaunlicherweise kostet eine einzelne Litschi nicht einmal zehn Rappen. In der Bildergalerie oben sehen Sie, wie viel von einem Produkt für einen Franken gekauft werden kann.

Günstiger Transport durch längere Haltbarkeit

Die Preise beim Grossverteiler hängen von verschiedenen Faktoren ab. Einfluss haben die Rohstoffpreise auf dem Weltmarkt für Kakao, Kaffee oder Nüsse, Verpackungspreise, der Erdölpreis oder auch die Transportkosten.

Sind die Preise beim Einkauf günstiger, verändern sich die Preise für die Konsumenten. Kann ein Produkt in grossen Massen transportiert werden oder ist die Haltbarkeit länger, wird der Transport beispielsweise günstiger. Laut Mediensprecherin Martina Bosshard gibt die Migros Preisvorteile an die Konsumenten weiter.

Ananas oder Kiwi – früher Delikatessen

Bei Früchten und Gemüse können die Preise wöchentlich ändern: Fällt eine Ernte gut aus und das Angebot ist gross, sinkt der Preis für das Produkt. Bei schlechter Ernte und steigender Nachfrage nach einem Produkt erhöht sich der Preis.

So waren zum Beispiel vor einem Jahr die Salate teurer als jetzt – weil wegen der starken Regenfälle wenig geerntet werden konnte. Zurzeit herrschen hingegen gute Bedingungen. Ausserdem haben andere Artikel an Beliebtheit zugelegt. «Produkte wie Ananas oder Kiwi waren früher Delikatessen, heute gehören sie zu unseren Essgewohnheiten», so Bosshard. Diese Produkte werden in grossen Mengen transportiert und breit angeboten – was zu günstigeren Preisen führt.

Reto Lipp vom SRF-Wirtschaftsmagazin «Eco» war Morgengast bei Radio SRF 1. Er ist der Meinung, dass der Detailhandel seine Möglichkeiten für Preisanpassungen noch nicht ausgeschöpft hat. Er habe Verständnis für Leute, die im Ausland einkaufen, sagt er in der Morgensendung von Radio SRF 1.