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Radio SRF 1 Späte Eltern – was spricht dafür, was dagegen?

In der Schweiz ist bereits jede dritte Mutter über 35 Jahre bei der Geburt ihres Kindes. Bei den Vätern ist jeder fünfte Vater sogar über 40 Jahre alt. Es besteht ein Trend zum späten Mutter- und Vaterglück. Sind späte Eltern bessere Eltern? Und was heisst es für die Kinder?

Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 53:00 Minuten.
53 min, aus Forum vom 20.04.2017.

Hier gelangen Sie direkt zur Onlinediskussion

Späte Eltern stehen oft gefestigter im Leben als junge. Sie haben beruflich bereits einiges erreicht und der wirtschaftliche Druck ist kleiner. Es bleibt mehr Zeit, um sich um das Kind zu kümmern. Auch die Beziehung zwischen Vater und Mutter steht oft auf soliderem Fundament, Scheidungen bei späten Eltern sind seltener als bei jungen.

Peinliche Eltern

Ganz ungetrübt ist das späte Elternglück allerdings nicht. Nebst den höheren biologischen und genetischen Risiken können ältere Eltern die Kinder auch psychisch prägen: Kommen die Kinder in die Pubertät, können ihnen die alten Eltern peinlich werden, der grosse Unterschied zwischen den Generationen und deren Werte kann zum Problem werden. Ausserdem müssen sich die Kinder oft früher mit der Gebrechlichkeit und Endlichkeit ihrer Eltern auseinandersetzen.

In der Sendung «Forum» diskutieren:

  • Irene Hösli, Chefärztin Geburtshilfe und Schwangerschaftsmedizin Universitätsspital Basel und selber späte Mutter
  • Eric Breitinger, Journalist und Verfasser des Buches „Späte Kinder“, selber Kind von späten Eltern
  • François Höpflinger, Soziologe und Generationenforscher

Ihre Meinung

Was denken Sie? Handeln späte Eltern egoistisch? Oder können späte Eltern ihre Kinder mit mehr Gelassenheit aufziehen? Sind späte Eltern eine logische Konsequenz unserer längeren Lebenserwartung? Hier geht es zur Onlinediskussion.

Prominente Eltern über 40

29 Kommentare

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  • Kommentar von Neil Jazz (neiljazz)
    Man darf auch nicht vergessen, dass heute die Ausbildung komplexer und länger ist als je zuvor. Schon für 'einfache' Arbeiten, wird ein Master mit einem CAS in Foreign Entrepreneur Relations mit gefühlten 15 Praktika verlangt. Auch ich bin noch immer - mit 31 - lange nicht in einer Lage, nicht einmal annähernd in der Lage ein Topsalär nach Hause zu tragen. Trotz KV, Berufsmatur, BSc in Media Engineering, Praktika, blablabla...Aber was solls?! Wurde trotzdem gerade Vater. I LOVE IT!!!!!
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  • Kommentar von Junge Studentin (Studentin)
    Meine Eltern waren schon älter als ich auf die Welt kam. Klar war mir dies in der Pubertät manchmal peinlich, sie zogen sich peinlich an, hörten die falsche Musik... Aber welchem Teenie sind seine Eltern nicht peinlich? Das hat nichts mit dem Alter zu tun. Heute bin ich 23 und habe ein tolles Verhältnis zu meinen Eltern. Dank ihrer Lebenserfahrung hatten sie kein Problem damit, mir den nötigen Freiraum zuzugestehen, so dass ich nie darum kämpfen musste, mich abzugrenzen, von ihnen loszukommen.
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  • Kommentar von Christina Ammann (chrissie)
    Ich hatte mein erstes Kind mit 23 Jahren und dann kamen die beiden anderen und das Alter war für mich ideal. Aber gibt es das richtige Alter um Eltern zu werden? Ich persönlich wollte jetzt nie Kinder mit 43 Jahre. Schlussendlich muss das Paar für sich entscheiden und abwägen was stimmt oder was nicht. Heute bin ich 46 Jahre und alle meine Kinder volljährig und kann nun all das machen, was ich zurückgestellt aus Liebe zu meinen Kindern.
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