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Radio SRF 1 Spitzenmedizin für Tiere: Wo liegen die Grenzen?

Tierbesitzer nehmen für die Behandlung ihres Lieblings viel Geld in die Hand. Röntgen, Computertomografie oder Bestrahlung gehören mittlerweile zum Alltag. Wohin führt die Spitzenmedizin bei Tieren? Verschwimmen die Grenzen zwischen der Behandlung von Tieren und jener von Menschen?

Legende: Audio «Forum»: Die Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 53:21 Minuten.
53:21 min, aus Forum vom 05.04.2018.

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In fast jedem dritten Schweizer Haushalt lebt ein Haustier. Wenn es krank wird, können Tierärzte in Praxen und Kliniken auf eine immer ausgeklügeltere Technik zurückgreifen. Röntgen, Computertomografie oder Bestrahlung gehören mittlerweile zum Alltag.

Nur das Beste für Katze Minou und Hündin Luna

Ob Katze, Hund, Meerschweinchen oder Wellensittich – Tierbesitzer nehmen für die Behandlung ihres Lieblings viel Geld in die Hand. Ein künstliches Hüftgelenk für den Hund beispielsweise kostet rund 5000 Franken, eine Computertomografie für die Katze 1000 Franken.

Rasante Entwicklung in der Tiermedizin

Die Entwicklung in der Tiermedizin sei in den letzten 30 Jahren «förmlich explodiert», stellt Tierarzt Christoph Kiefer fest. Der Präsident der Gesellschaft Schweizer Tierärztinnen und Tierärzte hat seit 1989 eine Praxis in Wangen an der Aare.

Diskussion im «Forum»

In der Sendung «Forum» diskutierten Gäste mit Hörerinnen und Hörern: Wohin führt die Spitzenmedizin bei Tieren? Verschwimmen die Grenzen zwischen der Behandlung von Tieren und deren von Menschen? Neben der Chemotherapie kommen Hunde und Katzen auch in den Genuss von Homöopathie, Akupunktur oder Physiotherapie. Was ist ethisch vertretbar? Und wie sollen Tierbesitzer mit einem kleinen Portemonnaie mithalten, wenn die Kosten explodieren?

Gäste

  • Barbara Kaser-Hotz ist Pionierin in der Strahlentherapie bei krebskranken Tieren in der Schweiz. Sie betreibt eine eigene Tieronkologie in Hünenberg (ZG).
  • Antoine F. Goetschel ist Rechtsanwalt und spezialisiert auf Tierschutzrecht und Tierethik. Er war Tieranwalt des Kantons Zürich und präsidiert den Global Animal Law GAL Verein.
Legende: Video «Einstein» im Tierspital – Wenn Spitzenmedizin auf den Hund kommt abspielen. Laufzeit 32:36 Minuten.
Aus Einstein vom 28.12.2017.

18 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Volkart (Lex18)
    Ich würde Tiere den Menschen auch nicht selten vorziehen, da sie ehrlicher sind. Tatsache ist aber dass es nicht wenige Besitzer von Haustieren entweder übertreiben oder zu wenig tun aus Angst ihr Tier gleich zu verlieren. Ich verlor 3 Haustiere an Krebs, 1 an VIP und mehrere wurden überfahren. Ich tat was dem Vierbeiner wirklich half und wenn es soweit war lies ich es ohne Wenn und aber gehen. Wer das nicht kann sollte kein Tier bei sich haben, denn er tut ihm keinen Gefallen.
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  • Kommentar von Wanda Bachmann (WanBa)
    Es gibt Leute, welche aus unterschiedlichen Gründen den Zugang zu anderen Mitmenschen nicht suchen oder finden,in einem Tier vielleicht schon. Das Tier wird als vollständiges Familienmitglied wahrgenommen. So kann eine mögliche Ablösung nicht so leicht von der Hand gehen, "nur weils ein Tier ist". Daher wahrsch. kaum vorstellbar das geliebte Tier auch sogleich, wenn überhaupt zu ersetzen. Ich pers. "ersetze" einen liebgewonnenen Menschen aucht nicht einfach und so leicht.
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  • Kommentar von Pia Müller (PiMu)
    Eine wunderbare Reportage - Danke SRF. Gerade bei Nutztieren bin ich schon sehr beunruhigt, weil es ja nur um die Zucht geht. Hier wird m.E. zu extrem in die Natur eingegriffen. Heute sieht eine Kuh leider kaum mehr eine Wiese. Schrecklich. Und wir wollen uns gesund ernähren - ein Hohn !!!
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    1. Antwort von Jolanda Müller (4 Pfoten)
      Ja, das stimmt leider. Immer tiefere Milchreise für den Produzenten, dafür höher für den Konsumenten. Da wundert es einem nicht mehr, dass für eine Kuh kaum noch Tierarztkosten aufgewändet werden um sie gesund zu pflegen. Es muss rentieren, jeder Aufwand ist zuviel. Lieber die Hörner weg, damit mehr Kühe auf gleicher Fläche gehalten werden können. Als die Hörner zu belassen und weniger Tiere zu halten. Kuhorniniziative lässt grüssen. :-(
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