Thema Einbürgerung im «Forum»: Ein Pass sorgt für Diskussionen

Sturmlauf Behrami – Flanke Rodriguez – Tor Seferovic! Dass die Nati ein Team mit multikulturellen Einflüssen ist, tut sportlich gut. Bei den Sportlern kommen die Pässe an – für Normalbürger ist die Einbürgerung oft schwierig. Gerecht oder nicht? Christian von Burg diskutierte mit seinen Gästen.

Mit den Regeln ist es so eine Sache: Die einen wollen sie hart auslegen, die anderen mehr Freiheiten gewähren. So wie jeder Schiedsrichter auf dem Platz seine eigene Linie finden muss, wird die Frage der Einbürgerung von Kanton zu Kanton unterschiedlich gehandhabt.

Das soll nun zumindest ein bisschen vereinheitlicht werden, denn das Parlament hat ein neues Bürgerrechtsgesetz verabschiedet. Der Bundesrat wollte vor der Einbürgerung mehr Integration verlangen, dafür kürzere Wartefristen für den Schweizer Pass. Das Parlament hat das Gesetz erheblich verschärft und jetzt droht von linker Seite das Referendum.

Wie schwierig ist es im internationalen Vergleich, sich in der Schweiz einbürgern zu lassen? Dazu äussert sich Elsbeth Steiner, die stellvertretende Geschäftsführerin der Kommission für Migrationsfragen, im nebenstehenden Interview.

Ist die Einbürgerungspraxis fair?

Christian von Burg diskutierte in der Sendung «Forum» mit den folgenden Gästen zu diesem Thema:

  • Niko Trlin, eingebürgert vor zwei Jahren. Er fordert mehr Härte bei Einbürgerungen.
  • Tvrtko Brzovic, eingebürgert vor 17 Jahren. Er kämpft für leichtere Einbürgerung.
  • Danielle Kaufmann, SP. Sie war zehn Jahre in der liberalen Einbürgerungskommission Basel-Stadt.
  • Otto Moser, SVP. Er stellt als Gemeindeamman von Staufen AG hohe Anforderungen an die Kandidaten, die sich einbürgern lassen wollen.

Auch wenn die politischen Positionen verschieden sind – der Nati drücken wohl alle die Daumen. Diese 15 Spieler mit ausländischen Wurzeln sind an der WM für die Schweiz im Einsatz.

Sendung zu diesem Artikel