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Radio SRF 1 TV-Pfarrerin: Sibylle Forrer nimmt kein Blatt vor den Mund

Sie ist jung, schlagfertig und unerschrocken. In der TV-Sendung «Wort zum Sonntag» spricht die 35-jährige Pfarrerin in einer erfrischenden Art über Religion und gesellschaftliche Themen. Mit dem Thema «Ehe für alle» hat sie einen einsamen Rekord in der Geschichte des TV-Formats aufgestellt.

Legende: Video Ehe für alle abspielen. Laufzeit 04:21 Minuten.
Aus Wort zum Sonntag vom 07.03.2015.

«Pathetisch die Bibel zitieren, behagt mir nicht»

Sibylle Forrer spricht Klartext. Sei es als evangelische Pfarrerin in ihrer Kirchgemeinde Kilchberg (ZH) oder als Sprecherin in der Fernsehsendung «Wort zum Sonntag». Sie nimmt es in Kauf, mit ihren Themen auch anzuecken. Ihre Sendung zum Thema «Ehe für alle» ist nach Ausstrahlung im Netz gegen 8500 angeklickt worden. Ein Rekord. «Ich spreche bewusst aktuelle, gesellschaftlich relevante Themen an. Aktualität spricht die Leute an», meint die junge Pfarrerin.

«Ich nehme mir jede Kritik zu Herzen.»

Porträt von Sibylle Forrer.
Legende: Reformierte Pfarrerin Sibylle Forrer in der Morgensendung von Radio SRF 1. SRF

90 Prozent der Reaktionen auf ihre Fernsehauftritte seien positiv, sagt Sibylle Forrer; auch bei einem sonst umstrittenen Thema wie der «Ehe für alle». Zu Kritik Anlass gäbe mehr ihr Sprechtempo. «Manche Leute kritisieren, ich würde zu schnell reden», sagt Sibylle Forrer.

Die Bezeichnung Fernsehpfarrerin mag die junge Theologin nicht gerne. Zu fest erinnert sie dies an die TV-Ärzte aus den Serien. «Ich bin keine Schauspielerin, die eine Rolle spielt. Ich bin Sprecherin vom ‹Wort zum Sonntag› und mache diesen Job im Turnus mit anderen Kolleginnen und Kollegen.»

Die Bibel neben dem Krimi

Sibylle Forrer liebt die Natur, sie geht gerne wandern und mag Tiere. Selber hat sie einen Hund, der nächstens 19 Jahre alt wird. Die verheiratete Theologin mag gemütliche Runden mit Freunden. Und sie liest gerne - nicht nur die Bibel, auch Krimis.

34 Kommentare

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  • Kommentar von Urs Gamper, Zufikon
    Es ist schön, dass es so mutige Personen gibt wie Pfarrerin Sibylle Forrer. Sie wird garantiert nie in einer leeren Kirche stehen. Aber eines ist sicher, viele sogenannte Christen und Gläubige mit Scheuklappen werden nur den Mund aufreissen und mit dem jüngsten Gericht sowie Rechenschaft im Sterbebett kommen, weil sie Angst haben sich zu bewegen und zu sich selbst zu stehen.
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    1. Antwort von Tim Behrensmeier, Wüstenrot
      Wo kommen wir hin, wenn die christl. Botschaft primär danach ausgerichtet wird, den Menschen zu gefallen? Das verkündigte Evangelium soll doch vielmehr den Menschen dienen! Ihr Wahrheitsbegriff wirft Fragen auf: Ist das wahr, was ich für wahr halten möchte? Oder stimmt am Ende Joh.14: Die Wahrheit Gottes wird Fleisch und Blut in Jesus. Durch Ihn bekommen wir Trost, Lebensraum und Lebensmut. Frau Forrer mag gerne Ihre eigenen bzw. zusätzlichen Wahrheiten verkündigen- aber als ref. Pfarrerin?!
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  • Kommentar von heni seemann, berg
    wir leben in einem era wo quoten wichtiger sind als inhalt... der mensch macht sich immer beliebter wenn er/sie mit den zeit-strom mitschwimmt... ob das der wahrheit entspricht ist dahin gestellt... was jetzt richtig scheint... könnte morgen ganz falsch sein...
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  • Kommentar von Tim Behrensmeier, Wüstenrot
    Manchen Prognosen zufolge, wird es die Reformierte Kirche in der Schweiz in 20-30 Jahren so nicht mehr geben. Ich fürchte, das wird wesentlich schneller gehen. Wofür braucht es Kirche, wenn sie das Fundament ihrer Verkündigung beständig relativiert und sich befleißigt, mit dem gesellschaftlichen (gender-) Mainstream zu verschmelzen und das ganze auch noch mit "Mut" verwechselt?!
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