Unterwegs in eigener Sache - zwei Protagonisten und ihr Projekt

Chrigel Maurer begibt sich in höchste Höhen und will herausfinden, welche der 152 SAC-Hütten gleitschirmtauglich sind. Ramona Bär hat sich zu Fuss durch die Schweiz aufgemacht. Auf einer mehrwöchigen Wanderung will sie den Ursachen von stressbedingten Erkrankungen auf den Grund gehen.

Blick ins Fotoalbum von Chrigel Maurer

Per Gleitschirm in die Hütte

Christian «Chrigel» Maurer aus Unterseen im Berner Oberland hat sich in den Kopf gesetzt, innerhalb eines Jahres sämtliche 152 SAC-Hütten zu besuchen. Erreichen will er die Hütten zu Fuss, mit den Ski oder mit dem Gleitschirm. Kein Zufall: Chrigel Maurer ist weltbester Gleitschirmpilot und hat kürzlich den achttägigen Extrem-Gleitschirm-Wettkampf «X-Alps» zum vierten Mal in Serie gewonnen.

Auch Profis landen hart

Für den 33-jährigen Berner Oberländer ist das Hüttenprojekt, welches er selber iniitiert hat, ein willkommenes Training. Zwei Drittel aller SAC-Hütten hat Chrigel Maurer bereits geschafft - den Zeitplan von einem Jahr kann er jedoch nicht einhalten. Nach dem Besuch des Arben-Biwak bei Zermatt ist er nach dem Rückflug ins Tal in Täsch hart gelandet. Dabei hat er sich den Fuss gebrochen. Ein Rückschlag – aber kein Grund um aufzugeben.

«  Zum Glück gibt es auch Hütten, die mit dem Postauto erreichbar sind. »

In der Zwischenzeit ist der Bruch geheilt. Gleitschirm-Weltmeister Chrigel Maurer kann seine persönliche Hüttenmeisterschaft fortsetzen. Bis Ende Jahr will er sich auch in den verbleibenden rund 50 SAC-Hütten im Gästebuch verewigt haben.

«En Momänt underwägs»

17 Kantone in 7 Wochen durchwandern, das hat sich Ramona Bär zum Ziel gesetzt. Für ihr privates Projekt hat sich die 32-jährige Aargauerin von ihrem Job, wo sie im Bereich Aufklärung und Prävention von psychischen Erkrankungen tätig ist, ausgeklinkt.

«  Ich will wissen, wie es ist, aus der Komfortzone auszubrechen. »

Ramona Bär will auf ihrer Wanderung durch die Schweiz eigene Erfahrungen sammeln und der Ursache von stressbedingten Erkrankungen auf den Grund gehen. Dabei hofft sie auf viele Begegnungen und aufschlussreiche Gespräche mit Menschen, die ihr unterwegs begegnen.

Blick ins Fotoalbum von Ramona Bär

Seit gut zwei Wochen ist Ramona Bär in Begleitung ihres vierjährigen Rüden Loup unterwegs. Bisher habe sie ganz schöne Momente erlebt, die sie so nicht erwartet habe. Die schwierigen gibt es auch. Da die junge Frau im Zelt keinen Schlaf fand, hat sie sich während der Tour der Outdoor-Ausrüstung entledigt. Seither hat Ramona Bär mit einem anderen Problem zu kämpfen.

«  «Es ist nicht einfach, jeden Tag irgendwo für mich und Loup Unterschlupf zu finden.» »

Luxus sei für sie, wenn sie von der Familie frische Klamotten und Hundefutternachschub geliefert bekommt und sie ihre ersten Erlebnisse mit ihr vertrauten Menschen reflektieren kann.

«  Jede Unterstützung unterwegs macht mir Mut, die Wanderung fortzusetzen. »

Noch fünf Wochen durchhalten ist angesagt. Am 26. August muss Ramona Bär in Zürich sein – zurück im Job, wo sie zu einer Tagung erwartet wird.

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