Zum Inhalt springen

Radio SRF 1 Wie sicher fühlen Sie sich im Spital?

Eine Verwechslung mit dem Bettnachbarn. Die falschen Medikamente. Mangelnde Hygiene bei der Arztvisite. Auch kleine Unachtsamkeiten können im Spitalalltag verheerende Folgen haben. Die Sicherheit im Spital war Thema in der Sendung «Forum».

Legende: Audio ««Forum»: Die Sendung zum Nachhören» abspielen. Laufzeit 55 Minuten.
55 min, aus Forum vom 21.09.2017.

Fachleute gehen davon aus, dass wegen Fehlern bei der Behandlung im Spital pro Jahr bis zu 1700 Menschen sterben. Für die Stiftung für Patientensicherheit ist deshalb die Kommunikation zwischen Patienten und Gesundheitspersonal das A und O, um Fehler zu vermeiden. Ihr Rat: Wer glaubt, etwas stimme nicht oder er werde falsch verstanden, soll dies klar und deutlich sagen.

Offene Kommunikation kann Leben retten

Die offene Kommunikation ist zwischen Patientin und Spitalpersonal wichtig – aber auch bei Fachleuten unter sich. Manch eine Pflegefachperson hat schon darauf verzichtet, einen Kollegen auf eine ungenügende Behandlung aufmerksam zu machen. Viele Ärzte schweigen auch einmal, wenn es Arbeitskollegen zu wenig genau nehmen. Aus Furcht vor Sanktionen. Aus falscher Zurückhaltung.

Gegenseitige Hinweise auf Fehlverhalten können Leben retten. Denn dank mutigen Interventionen im Operationssaal oder auf der Bettenstation werden immer wieder folgenschwere Fehler vermieden.

Sendung «Forum»: Wie sicher fühlen Sie sich im Spital?

Wie sicher fühlen Sie sich als Patient oder Patientin im Spital? Waren Sie selber schon einmal von einem Behandlungsfehler betroffen? Fühlen Sie sich ernst genommen oder empfinden sie sich als Patient nur als eine Nummer?

In der Sendung «Forum» diskutierten folgende Fachleute mit Hörerinnen und Hörern, wie es um die Sicherheit in Spitälern steht und mit welchen Mitteln künftig Fehler vermieden werden können:

  • Erika Ziltener, Präsidentin Schweizerische Patientenstellen: «Fachleute sind bereit, bei Fehlern wegzuschauen.»
  • Thomas Hegi, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin am Spital Limmattal: «Über Fehler sprechen. Da sehe ich mich in unserem Spital als Botschafter.»
  • René Schwendimann, Leiter Abteilung Patientensicherheit, Universitätsspital Basel: «Checklisten helfen sichere Abläufe zu schaffen, zum Beispiel bei Operationen.»

19 Kommentare

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Das ist eine absolut berechtigte und notwendige Frage, welche man allen Verantwortlichen im gesamten "Gesundheits-Wesen" der Schweiz stellen muss??
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Denise Casagrande (begulide)
    Medizinische Forschung an Tieren, ist absolut verantwortungslos, tierquälerisch, ein gravierender Rückschritt und verachtungswürdig! Die enorme Entwicklung in der Medizin ist einerseits grossartig. Andereseits geht dabei oftmals der menschliche Aspekt bei der Betreuung durch die Ärzteschaft verloren. Der Mensch, besteht aus Körper, Geist und Seele und muss deshalb "gesamthaft" - mit der notwendigen, respektvollen, empathischen Aufmerksamkeit "behandelt/betreut" werden. "Ausbildungskriterien"!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Helena Müller (Helena Müller)
    Wenn ein Fehler passiert im Spital, finde ich, sollte der Arzt von sich aus das Gespräch mit dem Patienten führen und nicht warten, bis die Patientenstelle vorstellig wird. Die Spitäler und Aerzte haben doch eine Versicherung, also sollten "Fehler" unbürokratisch angegangen werden. Und zwar grosszügig. Aber auch hier braucht heute der Patient 10 Jahre, bis er durch alle richterlichen Instanzen ist. Traurig ist das.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen