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Radio SRF 1 Wolf, Luchs, Bär oder Biber – wollen wir sie wirklich zurück?

Luchs und Wolf streifen durch unsere Wälder. Die Biber bauen ihre Nester in den hiesigen Bächen. Ab und zu lässt sich ein Bär in den Schweizer Bergen blicken. Die Wildtiere sind zurück. Wollen wir das wirklich?

Legende: Audio «Forum»: Die ganze Sendung zum Nachhören abspielen. Laufzeit 50:00 Minuten.
50 min, aus Forum vom 10.03.2016.

Was die einen freut, ist der anderen Leid. Die Rückkehr der Wildtiere bewegt die Gemüter. Gerade am Beispiel Wolf zeigt sich, wie Welten aufeinander treffen. Das romantisierte Landschaftsbild vieler Städter, das die heile Welt der Wildnis propagiert, prallt auf ein funktionales Landschaftsbild der Menschen auf dem Land. Dies führt zu Konflikten und emotional geführten Debatten.

Diese Woche steht der Wolf einmal mehr politisch unter Druck. Der Ständerat hat jedoch die Motion abgelehnt, die verlangt, dass der Wolf seinen Schutzstatus verliert und das ganze Jahr durch gejagt werden soll. Die Motion geht ihm zu weit.

Die Experten in der Sendung

Porträt von Beat Rieder.
Legende: Beat Rieder, CVP-Ständerat, Wallis Keystone
Mit dem Wolf können alle gut leben, solange er ihnen nur auf dem Poster begegnet. Die Bergbauern sind aber nicht mehr bereit, unter diesen Bedingungen zu arbeiten.
Porträt von David Gerke.
Legende: David Gerke, Präsident der Gruppe Wolf zVg Gruppe Wolf Schweiz
Natürlich haben der Wolf oder der Luchs Platz in unserem Land. Die Frage ist, ob es in unseren Köpfen Platz für sie hat.
Porträt von Andreas Moser im Grünen.
Legende: Andreas Moser, SRF-Biologe und Tierfilmer. SRF / Oscar Alessio
Dass viele Tiere wieder bei uns heimisch werden, ist ein gutes Zeichen für unsere Natur. Es ist aber wichtig, dass man die Ängste der Bevölkerung ernst nimmt.

In der Sendung «Forum» diskutierten Gäste mit SRF 1-Hörerinnen und -Hörern. Während viele in der Online-Diskussion die Rückkehr von ehemals ausgerotteten Wildtieren begrüssen, streiten Befürworter und Gegener des Wolfs um seine Existenzberechtigung in der Schweiz.

Legende: Video Walliser Politiker machen Jagd auf den Wolf abspielen. Laufzeit 2:12 Minuten.
Aus Tagesschau vom 05.03.2016.

112 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    K.Suter, hier gehts um Wolfsabschüsse, nicht Abtreibungen, die durch diverse Massnahmen problemlos verhindert werden könnten. Der Mensch mit seinem Massenreproduktionswahn hat das ausgeklügelte Ökosystem weltweit aus dem Gleichgewicht gebracht. Im Gegensatz zum Tier, vermehrt er sich, auch wenn er seinen Nachwuchs nicht selber ernähren und versorgen kann. Es gibt keinen Grund, Menschen einen höheren Rang zuzugestehen, die sich als einzige Wesen von Anfang um die Ausrottung allen Lebens bemühen.
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  • Kommentar von fredi hildebrand, Krummenau
    Im Gebirge einen Zaun zu bauen ist einiges schwieriger als einen Hut über einen Salat zu stülpen. Hier hat es noch einige Theoretiker am Tisch. Die Befürworter sollten sich im Frühling verpflichten, den Bauern beim Bau der Zäune zu helfen und einige Zeit verbringen, die Schafe und Nutztiere in die vorgesehenen Zäune zu sperren. So wären sie in ihrer geliebten Natur und würden praktische Erfahrungen sammeln. Ich wünsche allen viel Vergnügen und eine gute Erfahrung
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern
      Wieso regen sich Schafhalter über jährlich 200 gerissene Schafe auf? Gegen die ca 10'000 Tiere, die jährlich in den Bergen vor allem wegen Vernachlässigung abserbeln, ist das doch keine Zahl und wird erst noch vergütet, selbst ohne Vorsichtsmassnahmen, sowas geht auch nur bei Bauern! Wir haben damals unsre Schafe im Never Never auch nicht einfach den Dingos auf dem Tablett servieren können. Nach ständig kaputten Zäunen engagierten wir einen Aussteiger mit abgerichteten Hunden, es lohnte sich!
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    2. Antwort von E. Waeden, Kt. Zürich
      Wildtiere leben im Einklang mit der Natur & halten sie im Gleichgewicht. Wenn man sie denn lässt. Das einzige Lebewesen auf der Welt, welcher Natur mutwillig zerstört, sie aus dem Gleichgewicht bringt ist der Mensch, welcher sich immer weiter ausbreitet. Zum Schutze von Nutztieren braucht es nur wieder mehr Alpwirtschaft mit Sennereien & für die Schafe Schafhirten. Dann braucht es keine Zäune.
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  • Kommentar von Ruth Laub, Soyhières
    Der Wolf hat alles Recht zu bleiben, denn der Wolf und der Bär war lange vor uns heimisch. Wir haben ihm den Lebensraum weggenommen. Ich bin für den Herdenschutz, da gibt es so viele verschiedene Möglichkeiten. Wie ja in der Sendung schon angetönt wurde. Aber wie auch weiss, müssen die Hirten die Hunde mit der Herde aufwachsen lassen und aber auch sozialisieren, damit sie die Menschen nicht als "Feinde" anschauen. Das ist Arbeit, die viele Leute scheuen. .
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