Zwei Innerschweizer treffen sich im «Persönlich»

Die Schwyzerin Helena Trachsel leitet die Fachstelle für Gleichstellung des Kantons Zürich. Damian Meier, ursprünglich Luzerner, ist seit dem 1. Juli der neue Kommandant der Kantonspolizei Schwyz. «Persönlich»-Gastgeberin Anita Richner empfängt die beiden am Sonntag in Tuggen (SZ).

Helena Trachsel

Helena Trachsel ist in Nuolen (SZ) mit drei Brüdern aufgewachsen. Ein Umstand, der ihr Leben nachhaltig geprägt hat. Die Welt der Buben hat sie unendlich interessiert, sogar Autoquartett gespielt hat sie mit ihnen.

Porträtbild von Helena Trachsel.

Bildlegende: Helena Trachsel. Keystone

Trotzdem erlernte sie später einen typischen Frauenberuf: Krankenschwester. «Als ich acht Jahre alt war, sah ich einen Film über den Arzt Albert Schweitzer in Afrika», erzählt Trachsel. «Von da an war klar: Ich will armen und kranken Menschen helfen!»

Die Arbeit im Spital fand sie dann aber auf Dauer doch zu wenig befriedigend. Also besuchte sie die Schule für Soziale Arbeit, arbeitete beim Verband des Personals der öffentlichen Dienste (VPOD) und später bei der Swiss Re.

Bei Swiss Re war Helena Trachsel verantwortlich für das Diversity Management, ein Thema, das sie auch ganz persönlich immer betroffen hat. Als ihre beiden Töchter klein waren, brauchte es Willen und Disziplin, Beruf und Familie miteinander zu kombinieren. Seit drei Jahren leitet Helena Trachsel nun die Fachstelle für Gleichstellung des Kantons Zürich.

Damian Meier

Das Büro wurde gerade erst bezogen: ein stilvoller Eckraum in einem alten Verwaltungsgebäude in Schwyz. «Schön, nicht?», fragt Damian Meier. Der neue Kommandant der Kantonspolizei Schwyz ist sichtlich angekommen in seinem Job.

Porträtbild von Damian Meier vor grauem Hintergrund.

Bildlegende: Damian Meier. ZVG

Auch die Familie musste im wahrsten Sinne des Wortes mitziehen: Nach Flüelen im Kanton Uri heisst der neue Wohnort jetzt Schwyz. Das bringt die Führungsaufgabe beim Kanton mit sich.

Damian Meier ist ursprünglich Primarlehrer. Später studierte der Luzerner Jus und machte das Anwaltspatent. Bei der Polizei ist er ein Quereinsteiger. «Für mich ist das ein Glücksfall. In einem Büro sitzen und Akten studieren liegt mir weniger», so der Kommandant. Die Arbeit bei der Polizei sei unglaublich vielfältig, man müsse das Unvorhergesehene lieben.

Einfacher seien die Aufgaben der Polizei allerdings in den letzten Jahren nicht geworden. Gerade mit der Akzeptanz bei der Bevölkerung hapere es manchmal, sagt Meier. Polizistinnen und Polizisten würden angepöbelt, das sei oftmals schwierig auszuhalten.

Sendung zu diesem Artikel