Zwei Kommunikationsprofis im «Persönlich»

Gut kommunizieren können ist für beide entscheidend: Markus Mader ist Direktor des Schweizerischen Roten Kreuzes, Sabine Bianchi unter anderem Sprecherin des Open-Air-Festivals St. Gallen. Am Sonntag sind die beiden bei Anita Richner zu Gast im «Persönlich» aus St. Gallen.

Sabine Bianchi, Partner in einer Kommunikationsagentur

Porträt von Sabine Bianchi.

Bildlegende: Sabine Bianchi. zvg

Im Sitzungszimmer der Kommunikationsagentur YJOO in St. Gallen kann die Besucherin lesen, wie man hier sein möchte: «Relevant, inspirierend, aufmerksam.» Wer relevant sein will, muss sich auf das Wesentliche konzentrieren. Und das wird in der heutigen Zeit immer wichtiger.

«Alles wird komplexer, alles wird schneller», sagt Sabine Bianchi. Das gilt auch für das Open-Air St. Gallen, dessen Sprecherin sie seit zehn Jahren ist. Früher habe man jeweils im März die Bands bekanntgegeben. Heute informiere man bereits im Dezember über Teile des Programms. Als Partner in einer Kommunikationsagentur in St. Gallen hat Sabine Bianchi ausserdem viele andere Kunden zu vertreten.

Hektik ist für Sabine Bianchi nichts Ungewohntes. Mitte der 1990er Jahre arbeitete sie im Wetterbüro «Meteomedia» von Jörg Kachelmann und hatte dabei auch Auftritte als Wetterfee bei der ARD. «Ich werde noch heute manchmal auf der Strasse angesprochen», sagt Sabine Bianchi.

Später war sie auch bei Tele Ostschweiz als Journalistin vor und hinter der Kamera tätig. Sabine Bianchi ist Mutter von Zwillingen, die 19 Monate alt sind.

Markus Mader, Direktor des Schweizerischen Roten Kreuzes

Porträt von Markus Mader.

Bildlegende: Markus Mader. zvg

Aufgewachsen ist Markus Mader in Eggersriet (SG), zusammen mit zwei Schwestern. Sein Vater hatte ein Malergeschäft, und daher war es selbstverständlich, dass er als Bub oft auf Baustellen war. Er schleppte Malkübel herum und verdiente sich so sein erstes Sackgeld.

In seiner Freizeit spielte Markus Mader vor allem Fussball. «Ich war ein Gründungsmitglied des Fussballclubs im Dorf und wurde mit 20 dessen Präsident. Einen Fussballplatz hat Eggersriet allerdings bis heute nicht», sagt er lachend.

Markus Mader besuchte die Sekundarschule und die Kanti in St. Gallen, studierte an der HSG und wurde später IKRK-Delegierter. Er war in Sri Lanka, Peru, Pakistan und Afghanistan im Einsatz. Seit 2008 ist Mader Direktor des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK). Diese Arbeit bringt jedes Jahr auch ein paar Auslandreisen mit sich. Im letzten Frühling war er beispielsweise auf den Philippinen. Im November 2013 war ein Taifun über den Inselstaat gefegt und hatte vier Millionen Menschen zu Obdachlosen gemacht. Das SRK half beim Wiederaufbau.

Wie Sabine Bianchi ist auch Markus Mader ein Kommunikationsprofi: Als Direktor des Schweizerischen Roten Kreuzes ist er ständig gefordert, über die Tätigkeit «seiner» Institution zu informieren. Gerade in letzter Zeit wurde Pflegepersonal nach Westafrika geschickt, um an Ebola erkrankte Menschen zu behandeln. Markus Mader ist Vater von zwei adoptierten Kindern aus Äthiopien.

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