featurepreis '10 geht an DRS 2-Redaktorin

Mit ihrem Feature «Memento Mori» belegt Maya Brändli den dritten Platz im internationalen Wettbewerb der Stiftung Radio Basel. Die DRS 2-Redaktorin nehme die Hörerschaft an der Hand und lasse sie miterleben, urteilt die Jury.

Porträt der Kulturredaktorin vor weissem Hintergrund.

Bildlegende: Die Preisträgerin Maya Brändli. SRF/Merly Knörle

Distanziert kalte Berichterstattung ist gar nicht Sache der Basler Feature-Autorin Maya Brändli: Sie gebe sich voll ein und mache ihre eigenen Erfahrungen hör- und spürbar, begründet die Jury ihren Entscheid. Für die eingereichte Arbeit «Memento Mori - Vom Wandel im Umgang mit dem Tod» erhält Maya Brändli den dritten Platz, der mit 2.500 Franken dotiert ist.

Hörer an der Hand genommen

Herzstück des Features bildet der grösste und älteste Zentralfriedhof der Schweiz, das Basler Hörnli. Durch ihre direkte Art zu fragen, die auch in der fertig gestellten Produktion noch zu hören sei, nehme Maya Brändli die Hörerschaft an der Hand und lasse sie miterleben. Die Autorin schaffe so Teilhabe und Teilnahme, heisst es in der Mitteilung.

Insgesamt 21 Radiofeatures aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gingen ins Rennen um den «featurepreis'10». Die Entscheide der Jury, in der Fachleute aus allen drei beteiligten Ländern sassen, fielen schliesslich einstimmig.

Preisübergabe in Basel

Siegerbeitrag ist «Der Fall des Chirurgen Broelsch» - ein Lehrstück über Medizin und Macht des WDR von Martina Keller. Der zweite Platz ging an die ORF-Produktion «Verkauft!» von Christian Lerch: Eine Geschichte von vier Uiguren, die auf der Suche nach einer Zukunft im Gefangenenlager Guantánamo landen.

Der «featurepreis» wird 2010 bereits zum vierten Mal vergeben. Nach zwei Jahrzehnten Hörspielpreis rief die Stiftung Radio Basel 2007 die bisher einzige Feature-Auszeichnung für deutschsprachige Produktionen ins Leben.

Die Preisübergabe findet am 26. November 2010 in der Gare du Nord in Basel statt.


«Memento Mori»

57 min, aus Passage vom 30.10.2009