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Aktuell 15 Serientipps für die Festtagszeit

Was braucht es für den perfekten Stubenhockertag in der Festtagstzeit? Bequemes Sofa, Kuscheldecke und eine gute Serie. Oder gleich mehrere. Hier sind 15 Jahres-Highlights, die man sich dieser Tage anschauen könnte.

Serientipps

  • «The Deuce»

    Die HBO-Serie «The Deuce» zeigt die Anfänge der Pornoinidustrie im New York der 1970er-Jahre. Der «Sexiest Man Alive» James Franco ist in einer Doppelrolle zu sehen. Ans Herz wachsen einem beim schauen aber vor allem die wunderbar menschlichen Prostituierten, die die Serie porträtiert. Allen voran Candy, die sich nicht von Zuhältern oder anderen Männern bestimmen lassen will. Die Serie zeigt ihren schwierigen Weg - weg von der Strasse bis zur selbstbestimmten Arbeit als Pornoregisseurin. In der Schweiz unter anderem verfügbar beim Streamingdienst Hollystar.

  • «Wilder»

    In einem Schweizer Bergdorf verschwindet kurz vor Baubeginn eines umstrittenen Ferienresorts die Tochter des arabischen Investors. Die Kantonspolizistin Rosa Wilder ist im Ort aufgewachsen. Gemeinsam mit dem Bundeskriminalbeamten Manfred Kägi stösst sie auf ein dunkles Geheimnis. Die SRF-Serie «Wilder» gehört zu den erfolgreichsten Schweizer TV-Produktionen des Jahres. Wilder ist online bei Play SRF oder bestellbar als DVD.

  • «Babylon Berlin»

    Mit Produktionskosten von 40 Millionen Euro geht «Babylon Berlin» als teuerste nicht englischsprachige Fernsehproduktion in die Geschichte ein. Ganze Häuserzeilen des weitgehend zerstörten Vorkriegs-Berlin liessen ARD und Sky nachbauen. Gefilmt sind vor allem die ersten Folgen wie ein langer Musikvideoclip mit Tanzszenen und mitreissender Musik. Als Zuschauer taucht man ein in das verruchte Berlin der 1920er-Jahre mit seinen wilden Tanzclubs und den frivolen Untergrundlokalen, wo Homosexuelle und Crossdresser schon vor fast 100 Jahren offen lebten. In der Schweiz verfügbar beim Streamingdienst Hollystar.

  • «Snowfall»

    Während «Narcos» vor allem die Auswirkungen des Kokainhandels auf Südamerika zeigt, beleuchtet «Snowfall» die Konsequenzen für die USA. Die Serie spielt Anfang der Achtzigerjahre in Los Angeles als neben dem Kokain auch das daraus hergestellte Crack vor allem ärmere Gegenden der USA überflutete. «Snowfall» erzählt die Geschichte von drei Hauptpersonen, deren Leben durch Kokain verbunden sind: Ein 19 jähriger Schwarzer Drogendealer, ein mexikanischer Drogenhändler und ein US-amerikanischer CIA-Mitarbeiter. In den USA läuft derzeit die erste Staffel beim Netzwerk FX. In der Schweiz ist die Serie lediglich via Internetstream oder Bittorrent-Download verfügbar.

  • «The Good Place»

    Eleanor Shellstropp hat im Leben vor allem an sich selbst gedacht. Wegen einem Fehler in der «himmlischen Abrechnung» landet sie nach ihrem Tod trotzdem im «The Good Place», jenem Ort, wo eigentlich nur die aller gutmütigsten Personen weiterleben dürfen. Eleanor bringt den Gutort gehörig durcheinander und bevor dieser ganz untergeht, beschliesst sie (nicht ganz uneigennützig) doch noch ein guter Mensch zu werden. Die Serie ist leichte Kost jedoch durchgehend clever gemacht. Verfügbar als legaler Download bei diversen Portalen unter anderem im Google Play Store.

  • «Flesh and Bone»

    Von Tanzfilmklassikern sind wir uns Feelgood-Stimmung gewöhnt. Damit bricht «Flesh and Bone». Die Serie kommt düster daher und behandelt happige Themen wie Drogensucht, Prostitution, Menschenhandel und Inzest. Die klassische Tanzhandlung fehlt trotzdem nicht: Hübsches Mädchen vom Lande kommt in die grosse Stadt New York und schafft es an eine renommierte Tanzschule. Und dann beginnen die Probleme. Die Serie gibt es als DVD und bei diversen Portalen als legalen Download.

  • «Dark»

    Wie die Hitserie «Stranger Things» wartet auch die erste deutsche Netflixserie «Dark» mit der gerade beliebten Ästhetik der 80er-Jahre auf. Es geht zudem auch um ein abgelegenes Dorf, wo unter merkwürdigen Umständen Kinder verschwinden. Wie der Titel vermuten lässt, ist «Dark» aber deutlich düsterer als «Stranger Things». Das dunkle Geheimnis des Dorfes sind keine Monster sondern Zeitsprünge zwischen 50er-, 80er- und 2010er-Jahren. Das ist sehr gut gemacht und äusserst spannend. Man muss aber etwas mitdenken, weil die Handlung über Jahrzehnte verteilt ist und die Figuren, teils gleichzeitig, in verschiedenen Altern auftauchen.

  • «Glow»

    Dieser Netflix-Hype macht schon rein optisch schon Spass: Frauen-Wrestling meets Flashdance. Gut recherchierte Komödie in 80er-Kulisse mit entsprechendem Soundtrack. Dazu tolle Schauspieler und spannende Frauenfiguren. Und wer sich immer fragte, was aus der Musikerin Kate Nash geworden ist: Sie spielt eine Nebenrolle.

  • «The Handmaid's Tale»

    Die Serie zeigt ein schreckliches aber nicht allzu fernes Zukunftsszenario: Wegen Umweltverschmutzung ist ein Grossteil der Menschheit unfruchtbar. Fruchtbare Frauen macht der totalitäre Staat zu «Handmaid's». Sie werden in reiche Familien geschickt, dort von den Hausherren zeremoniell vergewaltigt und dienen der Oberschicht als Gebärmaschinen. Die Serie ist brillant gemacht und perfekt ins aktuelle Zeitgeschehen eingebettet, wo in vielen Ländern totalitäre Tendenzen immer stärker werden. Legal ist «The Handmaid's Tale» bislang erst in den USA via Streamingdienst «Hulu» verfügbar.

  • «Wayward Pines»

    Protagonist Ethan Burke (Matt Dillon) wacht nach einem Autounfall im idyllischen amerikanischen Kleinstädtchen «Wayward Pines» auf. Schnell merkt er, dass etwas nicht stimmt. Die Bewohner der Stadt wirken fremdgesteuert, folgen merkwürdigen Regeln und dürfen den Ort nicht verlassen. Ein elektrischer Zaun riegelt die Bewohner von der Aussenwelt ab. Oder ist es umgekehrt, soll die Aussenwelt nicht ins friedliche Idyll drängen? Eine Frage, die sich während der ersten Staffel häppchenweise klärt, so wie man es von Mystery-Erfolgsserien wie «Lost» oder «Twin Peaks» kennt. Allerdings ist das Tempo in dieser Serie deutlich höher. Die Macher mischen Horror und Action in die Serie, jedoch ohne ins allzu Trashige abzurutschen. Empfehlenswert ist vor allem die erste Staffel, der zweiten fehlt etwas der Zauber des Mysteriösen. «Wayward Pines» ist als DVD und als Download bei diversen Portalen erhältlich.

  • «Top of the Lake».

    Die toughe Polizistin Robin (Elisabeth Moss) soll im Missbrauchsfall eines 12-jährigen schwangeren Mädchens ermitteln. Die Ermittlungen laufen harzig, denn die Polizei in der abgelegenenen Region Neuseelands ist in Vetternwirtschaft verstrickt. Der Hauptverdächtige ist der Vater des Mädchens. Er betreibt ein Drogenlabor, an dessen Profit die halbe Bevölkerung der Region beteiligt ist. Deshalb bekommt die Ermittlerin kaum Aussagen gegen ihn. Deprimierende Handlung und trostlose Landschaft fügen sich zusammen zu einem tiefgreifenden Portrait der Gegend. Die herausragende erste Staffel von «Top of the Lake» gibt es auf DVD und bei diversen Portalen als legalen Download. Die zweite Staffel läuft derzeit immer Donnerstags bei BBC2.

  • «Versailles»

    Die britische Boulevardzeitung «The Sun» hat die Sexszenen in Versailles gezählt und kommt auf bis zu sieben pro Stunde. Das seien so viele wie nie zuvor in einer am Fernsehen gezeigten Serie. Als Zuschauer fällt das allerdings nicht besonders auf, man ist sich nackte Haut am Fernsehen inzwischen gewohnt. Die Serie zeigt die Zeit des Aufstiegs von Sonnenkönig Louis XIV. Neben Intrigen am Hof wird in den zwei bereits gedrehten Staffeln auch der jahrzehntelange Bau des Prachtsschlosses von Versailles gezeigt. Die Serie ist bildgewaltig gedreht und man kriegt auf unterhaltsame Weise eine kleine Lektion in der Geschichte Europas im 17. und 18. Jahrhundert.

  • «The Man in the High Castle»

    Zu Beginn der 60er-Jahre haben die Achsenmächte Amerika unter sich aufgeteilt. Den Nazis gehört die Ostküste, den Japanern der Westen. Die von «Alien»-Regisseur Ridley Scott mitproduzierte Serie zeigt mit grosser Liebe fürs Detail eine Welt, in der die Nazis den zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Neben der düster-romantischen Ästhetik überzeugt auch die Story um eine junge Amerikanerin, die beginnt, sich gegen die Regimes aufzulehnen und so in die Welt von Geheimdiensten und Spionen gerät. Die Serie ist erhältlich beim Dienst «Amazon Prime».

  • «Fargo»

    Wie schon der gleichnamige Film spielt auch die Serie «Fargo» im mittleren Westens der USA. Der kleinbürgerliche Alltag der Protagonisten entwickelt sich scheinbar ohne ihre absichtliche Einflussname plötzlich zu brutalen Kriminaldramen. Die Serie mit ihren überzeichneten Figuren und stilisierten Bildern trägt die Handschrift der Coen-Brüder, die hier ausführende Produzenten sind. Verfügbar bei Netflix.

  • «Designated Survivor»

    Als «Designated Survivor» überlebt Wohnungsbauminister Thomas Kirkman als einziges Regierungsmitglied einen Terroranschlag auf das Kapitol in Washington. Er muss innert Minuten das Amt des US-Präsidenten übernehmen. Kiefer Sutherland spielt in der Serie für einmal keinen Haudegen sondern einen sanftmütigen und intelligenten Politiker, der anfänglich Mühe hat mit seinem neuen Job als mächtigster Mann der Welt. Sutherland spielt die Rolle brillant. Die Serie gehört zu den best gemachten US-Actionproduktionen der letzten Monate. Sie packt ab der ersten Minute und bietet interessante Einblicke ins Weisse Haus mit Machtspielchen, Geheimdiensten und Kriegsführung. In der Schweiz gibt's die Serie auf «Netflix».

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