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Aktuell 47% von euch sind Krieger, wenn's um die Grippe geht

Die Grippe hat unser Land im Griff. Im Würgegriff. Hüstel. Herr und Frau Schweizer «schnuddärn» und fiebern sich durch die Februartage. Das Elend findet ganz unterschiedlich Ausdruck. Uns sind da 5 Typen in den Sinn gekommen...

Mann mit Grippe, Brausetablette und Fiebermesser
Legende: Grippe-Terror. Error im Körper. Und jetzt? Wie damit umgehen? Colourbox

Typ 1: Der Möchtegern-Doktor

Er hat schon eine Diagnose seiner Grippe gestellt, bevor es ihm zum ersten Mal über die Lippen hustet. In Internetforen recherchiert er sämtliche Symptome und Krankheitsbilder und röchelt dann Dinge wie: «Das ist keine Gastroenteritis, sondern mit 90-prozentiger Sicherheit eine saisonale Influenza.» Über das Netz bestellt sich der Möchtegern-Arzt dann auch gleich die passenden Medis. «Da braucht's eine antivirale Therapie» – Natürlich erst, nachdem er auch alle Preise miteinander verglichen hat.

Typ 2: Der Hypochonder

Kaum spürt er ein leichtes Kratzen im Hals, meldet sich der Hypochonder für einen MRI-Termin im Spital an – «Schätze, dass eine Operation nicht zu vermeiden ist.» In der Apotheke kauft er den kompletten Bestand an Schmerzmitteln, Hustenlösern und Nasensprays. Dem Chef gibt er Bescheid, «Ja, MINDESTENS drei Wochen, geht leider nicht anders.» Im Anschluss gibt er sich im Bett seinem Schicksal hin und setzt auch schon mal sein Testament auf.

Typ 3: Der Mitteilungsbedürftige

«Spür mal, meine Stirn ist so heiss.» – «Ou, jetzt bekomme ich auch durch mein linkes Nasenloch keine Luft mehr.» – «Oha, jetzt kommen sie, die Magenkrämpfe.» Bei den Mitteilungsbedürftigen gibt es im Viertelstunden-Takt Updates zum aktuellen Gesundheitszustand. Und zwar so, dass es auch der Hinterletzte im Büro mitbekommt. Natürlich erwartet er dafür durchgehend emotionalen Support von allen Seiten. «Jaaaa, es ist wirklich schmerzhaft.» Zum Dank gibt's... in einer Viertelstunde das nächste Update.

Typ 4: Der Krieger

Er zieht mit erhobenem Haupt gegen die Grippe in den Krieg – seine rote Nase trägt er mit eiserner Entschlossenheit – «Neinei, alles gut bei mir.» 40 Grad Fieber sind für ihn absolut kein Grund, zuhause zu bleiben. «Wirklich, es geht mir super.» Derart hohe Temperaturen sind lediglich ein Beweis dafür, dass alle anderen Weicheier sind. Hustend und triefend geht der Krieger unverdrossen seinem Job nach, komme was wolle, und verteilt seine Viren und Bakterien zuverlässig im ganzen Büro. Ein paar Tage später fragt er sich dann, wo alle anderen geblieben sind.

Typ 5: Die Trompete

Still vor sich hinzuleiden, das ist nicht sein Ding. «Schnäuz!» – «Hust!» – «Räusper!» – «Stöhn!» Alle sollen mitbekommen, wie dreckig es ihr geht. Der Nährboden für die Trompeten sind die mitleidigen Blicke ihrer Kolleginnen und Kollegen. «Hey, geht's? Du siehst nicht gut aus.» – «Schnäuz!» Auch optisch weiss die Trompete ihre Verkältung zu präsentieren. Auf ihrem Pult stapelt sich ein Berg von Nastüchern neben einer dampfenden Teekanne und dem Inhalator.

2 Kommentare

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  • Kommentar von Francis Rubli, Dachsen
    Das beunruhigende and der Umfrage ist ja, dass die mehrheit Arbeiten gehen würde und somit die Grippewelle nur weiter unterstützen würden. Bazillenschleudern Ahoi!
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  • Kommentar von Pflege Fachmann, Zuhause
    Wie wärs mal mit Information statt stümperhaften Humorversuchen ? Wieder wird die Grippe, also Influenza mit grippalem Infekt, im Volksmund Erkältung genannt, in einen Topf geworfen. Jeder Leser, der schon einmal eine Influenza mit Schüttelfrost, Fieberanstieg auf 40 Grad und mehr innert weniger Stunden und brutale Gliederschmerzen erlebt hat wird diese Erkrankung die jedes Jahr weltweit gegen 500'000 Menschen das Leben kostet, nicht mehr mit einem harmlosen Schnupfen verwechseln.
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