9 sonderbare Silvesterbräuche

Man kann an Silvester anstossen und sich küssen. Man kann aber auch hüpfen, prügeln oder schreddern.

Vom Sofa springen soll angeblich Glück bringen.

Bildlegende: Vom Sofa springen soll angeblich Glück bringen. SRF 3

Asche im Champagner (Russland)
Die Russen schreiben um Mitternacht einen Herzenswunsch auf einen Zettel, verbrennen ihn, bröseln die Asche in ein Glas Champagner und stürzen ihn vor 0:01 Uhr in einem Zug runter. Bestimmt lecker.

Reiselust (Kolumbien)
Schnappen Sie sich einen leeren Koffer und gehen Sie einmal um ihr Haus. Dann blüht Ihnen ein Jahr voller Reisen. Versuchen sie dabei die fragenden Blicke des Nachbarn zu ignorieren.

Prügel für die Gesundheit (Bulgarien)
In der Silvesternacht und am ersten Januar ziehen Kinder bewaffnet mit einem Ast des Kornelkirschenbaums von Haus zu Haus und verteilen zwecks Gesundheit Schläge auf den Rücken. Dafür bekommen sie Bonbons, Kuchen und Kleingeld geschenkt.

Rote Unterwäsche (Italien)
Zu Silvester soll rote Unterwäsche getragen werden. Das bringt Glück für das neue Jahr, besonders im Bezug auf die Liebe und Beziehungen. Die Unterwäsche muss aber am 1. Jänner unbedingt weggeworfen werden. Die Venezolaner schwören auf gelbe Unterwäsche.

Weg mit dem Müll (Südamerika)
Schreddern Sie den ganzen Tag über Unterlagen und werfen Sie sie aus dem Fenster (Argentinien). Fegen Sie anschliessend das Haus sorgfältig von oben nach unten aus (Chile) und stellen Sie anschliessend den Besen vor die Tür (Mexiko). Auf diese Weise nehmen Sie nichts Unerledigtes aus dem alten Jahr mit. Wir Schweizer nennen es Frühlingsputz und fangen selten bereits an Silvester damit an.

Sprung vom Sofa (Dänemark)
Man besteige einen Stuhl und springe um Mitternacht runter. Möglich, dass dieser Brauch erst betrunken Spass macht.

Trauben essen (Spanien)
In Spanien werden kurz vor Mitternacht exakt 12 Trauben verspeist, das bringt Glück, aber Vorsicht, zu wenige Trauben oder zu viele bringen Unglück. Mit jeder Traube kann man sich etwas für das nächste Jahr wünschen.

Hüpf hüpf! (Brasilien)
Um Mitternacht wird gehüpft an den Stränden. Und zwar gilt es über sieben Wellen zu hüpfen - eine für jeden Wochentag. Das soll angeblich das Glück anlocken. Oder die Haie.

Münz-Brot (Griechenland)
In Griechenland bäckt man Brot, in das Münzen eingearbeitet werden. Wer beim Essen auf eine Münze beisst, darf sie behalten. Das Geld wird der Glückliche dann wohl für den Zahnarzt brauchen.