Automobilsalon Genf: Smalltalk-Vokabular für Autodummies

«Downsizing», «Gymkhana» und «Nockenwelle»? Mit diesem Vokabular könnt ihr beim Besuch am 85. Automobil-Salon trotzdem mitreden. Gemeinsam mit Rennfahrer und Autotester Fredy Barth präsentieren wir euch die Geheimtipps für den Autosalon und das Smalltalk-Vokabular für Autodummies.

Wir machen euch fit für den Automobil-Salon in Genf.

Bildlegende: Wir machen euch fit für den Automobil-Salon in Genf. Keystone

Downsizing

Beim Downsizing wird der Motor quasi kastriert. So werden in zahlreichen Modellen Zylinder und Hubraum reduziert, um den aktuellen CO2-Vorgaben zu genügen. Gleichzeitig wird die Effizienz des Motors verbessert, um auf die gleiche Leistung zu kommen.

Funktion «Follow me home»

Viele Autos haben eine Funktion, bei der die Lichter nach dem Aussteigen bis zu zwei Minuten weiter leuchten, damit man in der dunklen Garage den Heimweg findet.

Gymkhana

Ursprünglich ein Geschicklichkeitssport, bei dem Autofahrer einen Parcous absolvieren mussten. Unterdessen gibt es socar Gymkhana-Fahrtrainings, wo man insbesondere das «Driften» mit dem Auto lernt.

Transaxle / Kardanwelle und Haldex-Kupplung

Die Kardanwelle verbindet den Motor (meistens vorne) mit dem Getriebe auf der hinteren Achse (Transaxle). Die Haldex-Kupplung sorgt dafür, dass die Kraft optimal auf beide Radachsen verteilt wird.

Nockenwelle

Die Nockenwelle ist ein Teil des Ventils des Motors, das mithilft, die Zufuhr des Treibstoffs zu steuern.

Range Extender

Wer ein Hybrid-Auto fährt, hat neben dem Elektromotor auch einen Diesel- oder Benzinmotor. Dieser dient dazu, den Elektromotor aufzuladen, um so die Reichweite (Range) zu erhöhen.

Youngtimer

Kein Oldtimer, aber auch kein Neuwagen. Youngtimers werden zwar von den Autofirmen nicht mehr hergestellt, sind aber noch längst nicht alt.

Die Geheimtipps von Rennfahrer Fredy Barth

Auto-Rennfahrer und Autotester Fredy Barth.

Bildlegende: Auto-Rennfahrer und Autotester Fredy Barth gibt euch Tipps für freie Fahrt am Genfer Autosalon. SRF 3

Besuch in der Halle 7. Neben den zahlreichen Neuwagen (die Aussteller präsentieren 2015 insgesamt 131 neue Fahrzeuge) lohnt es sich besonders, durch die Halle 7 zu laufen: Dort haben sich die Autozulieferer eingenistet. Sie präsentieren unter anderem Reifenmaschinen, Autowerkzeuge, Waschmaschinen, Tuning-Zubehör, Helme oder Rennanzüge. Hier gibt es den besonderen Blick hinter die Kulisse.

Mit dem Flugzeug anreisen. Etwas übertrieben, wir geben es zu. Aber Fredy Barth empfiehlt: Statt mit dem Auto nach Genf zu fahren, lieber den Zug nehmen oder am Morgen mit dem Flieger von Zürich nach Genf und am Abend wieder zurück fliegen. Wenn schon exklusiv, dann richtig, so Fredy Barth.

Entspannung für Zwischendurch. Wer am Autosalon unterwegs ist, legt viele Kilometer zurück (zu Fuss). Besucher brauchen zwischendurch Entspannung. Frische Luft und Vogelgezwitscher gibt es im Park vor der Palexpo. Und das beste Essen gibt es meist ausserhalb des Autosalons. Fredy Barth empfiehlt aber, möglichst ausgeruht an den Autosalon zu gehen.

Die schönsten Models suchen. Ein Autosalon ohne sexy Frauen? Geht nicht. Aber wo hat es die Schönsten? Laut Fredy Barth sind es die südländischen Automarken: Fiat, Lancia oder Ferrari. Aber Achtung: Zurückhaltung beim Fotografieren!

Sich auf die beste Party einladen lassen. Die Mazda-Party, das Abschlussfest von Toyota oder die Wahl zur Miss Autosalon. Die Events gehören zu den Highlights des Autosalons. Als Normalsterblicher kommt man aber oft nicht rein. Tipp: Den Händler bezirzen oder mit dem eigenen Garagisten Kontakt aufnehmen – irgendwo sind meist noch Tickets übrig.