Bettelarm in der reichen Schweiz

Leute die am Bahnhof oder in Einkaufspassagen betteln sind auch in der Schweiz keine Seltenheit. Input spricht mit einem ehemaligen Bauleiter, der auf der Strasse gelandet ist und klärt die Frage, ob man im Sozialstaat Schweiz überhaupt betteln muss.

Niggi Schwald (66) vor «seinem» Graswagen in Wallisellen, der ihm bis 2009 als Schlafstelle diente.

Bildlegende: Niggi Schwald (66) vor «seinem» Graswagen in Wallisellen, der ihm bis 2009 als Schlafstelle diente. SRF 3

Niggi Schwalds ehemaliges Nachtlager: Die Holzverschalung des Graswagens schützte vor  Wind – die Eisenbahnbrücke vor Regen und Schnee.

Bildlegende: Niggi Schwalds ehemaliges Nachtlager: Die Holzverschalung des Graswagens schützte vor Wind. SRF 3

In der Schweiz muss sich niemand auf die Strasse setzen und die hohle Hand machen, so die landläufige Meinung. Wieso trifft man denn in unseren Strassen trotzdem Bettler an? Und zwar nicht nur solche, die sich das Geld zur Finanzierung ihrer Alkohol- oder Drogensucht zusammen betteln. Was muss alles schiefgehen, damit sich Menschen gezwungen sehen den Bettelarm auszustrecken?

Niggi Schwald erzählt Input seine Lebensgeschichte, die aufzeigt wie man in wenigen Jahren vom Bauleiter zum Bettler wird. Und wie man von der Strasse wieder in ein einigermassen geordnetes Leben zurück findet.

Ausserdem geht Input folgenden Fragen nach:

  • Wieso ist der Gang aufs Sozialamt für gewisse Menschen schwieriger, als Passanten auf der Strasse um Geld anzuhauen?
  • Wieviel Sinn machen Bettelverbote und wie gehen Bettler mit den Sanktionen um?
  • Wieso geben wir Bettlern Geld beziehungsweise wieso nicht?
  • Und: Was sagt der Sozialethiker zum Thema «Geben oder nicht geben»?

Input: Sonntag, 30. November 2014, 20.03-21.00 Uhr, SRF 3

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