Die Kunst des Wirkens: So werdet ihr im Job beachtet

Jan hat die bessere Idee als Stefan. Aber Stefan setzt sich beim Chef durch, weil er überzeugender auftritt. Warum können sich die einen Gehör verschaffen und ihre Anliegen durchsetzen und die anderen nicht? Hier gibt es Tipps, die nicht nur im Job, sondern auch privat weiterhelfen.

Applaus von den Kollegen

Bildlegende: Applaus von den Kollegen: Wie schafft man das? Colourbox

Knacknuss 1: Der dominante Kollege an der Sitzung

Jan hat die bessere Idee als Stefan. Aber Stefan setzt sich beim Chef durch, weil er überzeugender auftritt.

So kann sich Jan besser in Szene setzen:

  • Ein guter Chef lässt einem Raum. Das Problem ansprechen und um mehr Gehör bitten, ist die halbe Miete.
  • Wer von der Grösse und Stimme her untergeht, kann sich mit der richtigen Kleidung aushelfen: Wer rot trägt, wird eher gesehen, wer schwarz trägt, tritt dezent in den Hintergrund. Frauen haben bei der Kleiderwahl mehr Möglichkeiten, aber auch mehr Risiken. Die Frage ist: Welche Seite von mir will ich zeigen?
  • Für Stefan geht es auch um ein Spiel, ein nicht böse gemeintes Machtspiel. Es geht ihm darum, zu gewinnen, seine Idee durchzusetzen. Jan ist nicht der Player-Typ, kann er das akzeptieren, fällt schon mal ein gewisser Druck weg.

Knacknuss 2: Die Lohnverhandlung

Céline möchte mehr Lohn. David auch. David setzt sich durch, Céline nicht.

So kann sich Céline mehr Lohn aushandeln:

Einfach mal auf gut Glück fragen ist wenig zielführend. Wer mehr Lohn will, muss Argumente bereit haben:

  • Warum habe ich es verdient, mehr zu verdienen?
  • Welche besonderen Leistungen habe ich erbracht, die belohnt werden sollten?
  • Bin ich bei der letzten Runde übergangen worden?

Knacknuss 3: Das unangenehme Telefonat

Jan telefoniert privat wie ein Weltmeister. Geht es aber um Geschäftliches, schiebt er es so lange auf, bis es zu spät ist.

So kann Jan die Angst vor dem Hörer besiegen:

  • Vorbereitet sein, Teil 1: Wissen, was man von seinem Gegenüber will. Schriftliche Notizen helfen, den Faden nicht zu verlieren.
  • Vorbereitet sein, Teil 2: Wissen, wer am anderen Ende ist. Viele Gespräche - ob am Telefon oder direkt - verbauen wir, weil wir nicht wissen, mit wem genau wir es zu tun haben und wie wir uns verhalten sollen. Mit wem spreche ist? Was ist seine Rolle? Welcher Ton ist angebracht?
  • Wenn das halbe Grossraumbüro und der Chef zuhören können, entsteht Druck. Aussuchen, wo und wann das Telefonat durchgeführt werden kann, damit wir uns wohl fühlen. Vielleicht in einem anderen Raum, wo man alleine ist oder zu einer Zeit, in der nicht die halbe Mannschaft versammelt ist.

In der Hintergrundsendung Input gibt es mehr Tipps für schwierige Situationen im Berufsalltag.

Sendung zu diesem Artikel