Die Mutter aller #Gates: Watergate

Geri-Gate, Selfie-Gate oder Täschli-Gate. Aus jedem Skandal wird innert Kürze ein Gate. Aber woher kommt eigentlich der Begriff «Gate»?

Watergate

Bildlegende: Watergate Die Mutter aller Gates. Keystone

Der Begriff «Gate» stammt aus dem Watergate-Skandal in den 70er Jahren. Watergate ist der Gebäude-Komplex in Washington, indem die Demokraten für den Wahlkampf ihr Hauptquartier eingerichtet haben.

Am 17. Juni 1972 wurde auf dieses Hauptquartier ein Einbruch verübt. Wie sich später herausstellte, wurde dieser Einbruch vom republikanischen Präsidenten Richard Nixon in Auftrag gegeben. 1974 musste Nixon von seinem Amt zurücktreten.

Architektonisch umstritten

Watergate sorgte schon vor der richtigen Watergate-Affäre für Aufregung. Die geschwungenen Formen haben nicht allen gefallen. Ein Architekturkritiker der Washington Post hat geschrieben: «Das Gebäude ist so passend für Washington wie eine Stripperin an der Beerdigung der eigenen Grossmutter.»

Gebaut wurde der Gebäude-Komplex von einer italienischen Immobilienfirma, finanziert mit Geld aus dem Vatikan. Nicht nur das Geld, auch der Architekt stammt aus Italien. Er hat schon Gebäude für Benito Mussolini entworfen.

Funfact zu Watergate

Monica Lewinsky flüchtete sich nach dem Skandal um die Affäre mit Bill Clinton, also quasi nach dem Monica-Gate, in den Watergate-Komplex, in die Wohnung ihrer Mutter.

Der Gate-Rückblick

In den letzten zwölf Monaten kam es zu diversen #Gates. Hier ein paar Beispiele: