Hallo Alltagssexismus!

Sexismus, Lohnunterschiede und die Untervertretung von Frauen in Chefetagen sind auch im Jahr 2017 noch ein grosses Thema. Zum Weltfrauentag gibt’s von unserer Seite drei Arten von Alltagssexismus, die bestimmt schon die meisten Frauen irgendwann erlebt haben.

Mansplaining (von «explaining», engl. für «erklären»)

Das Phänomen, dass Männer das Gefühl haben, sie müssten der aus ihrer Sicht unerfahrenen / unreifen / unfähigen Kollegin die Welt erklären. Dabei ignorieren sie absichtlich, dass das weibliche Gegenüber womöglich sogar mehr Ahnung hat, als sie selbst. Die feministische amerikanische Denkerin Rebecca Solnit hat den Begriff geprägt, in Australien wurde er vor zwei Jahren sogar zum Wort des Jahres erklärt.

Fabio Nay sprich zu einer Frau mit Sprechblasen

Bildlegende: Mansplaining SRF

Manterruptor (von „interrupt“, engl. für „unterbrechen“)

Der Manterruptor tritt meistens bei Präsentationen, Vorträgen oder Meetings auf den Plan. Mit Vorliebe unterbricht er seine Kolleginnen und zwar um zu demonstrieren, dass er es halt einfach besser weiss. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Frauen von Männern beispielsweise bei Vorträgen öfter unterbrochen werden als umgekehrt.

Fabio Nay gähnt, Frau möchte etwas zu ihm sagen

Bildlegende: Manterruptor SRF

Menstru-Hater

Wenn es eine Auszeichnung für Alltagssexismus geben würde, sie wäre dem Menstru-Hater sicher. Es handelt sich um den Typen Mann, der den Arbeitskolleginnen bei Kritik oder Einwänden stets nur eine Frage stellt: «Sag mal, hast du deine Tage oder was?».

Fabio Nay sprich zu einer Frau mit Sprechblasen

Bildlegende: Menstru-Hater SRF