Musik vom Laufsteg - die Tops und Flops

New York, London, Mailand, Paris: Die wichtigsten Fashionshows sind vorbei. Viel spannender als die modischen Statements war allerdings die Musik, die Dior und Co. aus den Boxen rieseln liessen, während die Models über den Laufsteg gingen. Darunter sind Neuentdeckungen, aber auch Gräueltaten.

Fashion Week in Paris:

Bildlegende: Fashion Week in Paris: Der Soundtrack für den Laufsteg sorgt für die richtige Atmosphäre. Keystone

Hier ist unsere Auswahl von Modemarken, die uns musikalisch berauscht haben und von jenen, die bei uns durchfallen.

Tops

    • Victoria Beckham

      Bildlegende: Victoria Beckham PD

      Victoria Beckham (New York)

      Speziell, eigenwillig, sexy. Coole Wahl – oder ein guter Berater.

      Party Girl: Chinawoman

    • Oscar de la Renta

      Bildlegende: Oscar de la Renta PD

      Oscar de la Renta (New York)

      Laszive, ätherische Frauenstimmen. Übercool.

      The Trip: Still Corners

    • Chloé

      Bildlegende: Chloé PD

      Chloé (Paris)

      Romantisch und nonchalant der Look. Der Sound retro, passend zu den Hippy- und Feenkleidern.

      Fleetwood Mac: Dreams

    • Vivienne Westwood

      Bildlegende: Vivienne Westwood PD

      Vivienne Westwood (Paris)

      Gut, über den Sound der Band Die Hartjungs kann man sich streiten. Den Zuschauern werden die Ohren nach der Show wohl geschmerzt haben. Westwood zeigt aber: sie bleibt dem Punk treu. Cool! Wahrscheinlich hat sie die Band sogar selbst gefunden.

      Die Hartjungs: Sugar Kiss Recapitulation

    • Saint Laurent

      Bildlegende: Saint Laurent PD

      Saint Laurent (Paris)

      Die Kopenhagener Girlband The Felines ist eine tolle Neuentdeckung. Cooler Garage-Punk.

      The Felines: Pretty Boy

    • Dior

      Bildlegende: Dior PD

      Dior (Paris)

      Macht total auf 80ies. Aber die düstere, coole Ecke. Mit einem Hauch Post-Punk.

      Giorgio Moroder: The Apartment

Flops

    • Henry Holland

      Bildlegende: Henry Holland PD

      House of Holland (London)

      Hitparaden-Musik. Nicht gerade einfallsreich.

      Mark Ronson featuring Bruno Mars: Uptown Funk

    • Dolce & Gabbana

      Bildlegende: Dolce & Gabbana PD

      Dolce & Gabbana (Mailand)

      Ja. Thema war Mutter. Es liefen Schwangere und Models mit Babys über den Laufsteg. Aber deswegen gleich Spice Girls? Ein bisschen plump.

      Spice Girls: Mama

    • Dries van Noten

      Bildlegende: Dries van Noten PD

      Dries van Noten (Paris)

      Cool, dass er komplett auf Frauenstimmen gesetzt hat. Destiny’s Child und Rihanna sind aber schon etwas gar abgegriffen.

      Destiny’s Child: Independent Women

Lagerfeld nennt die Profis Sound-Stylisten

Wer denkt, die Musik spiele auf den Runways keine Rolle, der irrt gewaltig. Mehrere tausend Franken geben Topmarken für den passenden Soundtrack aus. Riesige Brands wie Chanel oder Burberry stellen dafür die hippsten DJs, Bands oder gleich ein Orchester auf den Runway.

Die Songs stellen aber nicht die Designer selbst zusammen. Sie engagieren dafür so genannte Sounddesigner. Oder wie Designer Karl Lagerfeld sie nennt: Sound-Stylisten. Die Sound-Stylisten hören sich die Kollektion, die Ideen und Vorstellungen der Designer an und kreieren so eine Playlist.

Damit der Soundtrack auch genau auf das Schritttempo der Models und die Dauer der Show angepasst ist, werden die Songs oftmals geremixt und verlängert. Bei Céline-Designerin Phoebe Philo kann es vorkommen, dass für eine viertelstündige Show nur ein einziger Song gespielt wird.