Osterstau: So umgeht ihr die Blechlawinen

Am Gründonnerstag beginnen vielerorts die Frühlingsferien. Das Osterwochenende und der weitgehende Frühlingsferienbeginn wird vor allem die Nord-Süd Achsen belasten. Vor dem Gotthard-Tunnel werden bereits am Mittwoch erste Wartezeiten erwartet. Viasuisse verrät, wann die Reise staufrei gelingt!

Am Gründonnerstag beginnt in der Schweiz sowie in weiten Teilen Europas die der Osterurlaubszeit. In den Kantonen Graubünden, Schaffhausen, Schwyz, Uri, Zug und Zürich beginnt die Ferienzeit erst in den kommenden Wochen. Viele werden die Brückentage sowie den Ferienbeginn nutzen, um einige Tage in den Süden zu verreisen. Die Mischung aus Oster- und Urlaubsverkehr wird auch heuer wieder zu langen Staus vor dem Gotthard-Nordportal in Göschenen führen. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden die längsten Wartezeiten ab Donnerstagmittag bis in die späten Abendstunden erwartet.

Geduldprobe vor dem Gotthard-Nordportal

Die längsten Blechkolonnen dürften sich von Gründonnerstag 13 Uhr bis um Mitternacht vor dem Gotthard-Nordportal bilden. In der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag kann der Stau vor dem Nordportal in Göschenen die ganze Nacht über andauern und bis in die späten Nachmittagsstunden des Karfreitags bestehen bleiben. Um nicht stundenlang im Stau zu stehen sollte die Reise wenn möglich bereits am Mittwoch oder am Donnerstagmorgen angetreten werden. Bei Staulängen von 8 – 10 Kilometer stehen Reisende gut anderthalb Stunden im Stau. Alternativ empfiehlt sich auch die Reise über die A13 via San Bernardino oder über den Simplon-Pass.

Wintersperre an zahlreichen Alpenpässen

Am Gotthard-, Grosser St. Bernhard-, und San Bernardino-Pass besteht weiterhin Wintersperre, diese stehen den Reisenden nicht als Alternativen zur Verfügung. Da viele andere Alpenpässe auch noch Wintersperre haben, wird es auch an den Verladestationen Geduld brauchen. Bei der Hinreise kann es jeweils zwischen 10 und 20 Uhr an der Furka in Realp, am Lötschberg in Kandersteg und am Vereina in Klosters-Selfranga zu Wartezeiten kommen. Bei der Rückreise sind Wartezeiten jeweils von 10 bis 19 Uhr möglich. Dies betrifft die Furka in Oberwald, den Lötschberg in Goppenstein und den Vereina in Lavin-Sagliains. Für Reisende, welche die Bahn als Transportmittel bevorzugen, setzt die SBB an Ostern zahlreiche Extrazüge ein.

Rückreiseverkehr am Ostermontag

Der erste Rückreiseverkehr wird bereits am Sonntag erwartet, wobei die Stautendenz am Ostertag eher gering eingestuft wird. Die grössten Behinderungen werden am Ostermontag erwartet. Vor dem Südportal in Airolo dürften die längsten Staus zwischen 12 Uhr und 21 Uhr erwartet werden. Diese Zeiten sollten Reisende meiden, Wartezeiten von über 2 Stunden können nicht ausgeschlossen werden. Im Laufe der Woche muss immer wieder mit Stau und Wartezeiten gerechnet werden. Im Gegensatz zum Hinreiseverkehr verteilt sich der Verkehr in Fahrtrichtung Norden meist deutlich besser. Auch hier lohnt sich ab 6 Kilometer Stau vor dem Südportal eine Umfahrung via die San Bernardino Route.

Reise gut planen

Nach Möglichkeit sollte die Reise nicht am Mittwochnachmittag, Gründonnerstag und am Karfreitag angetreten werden. Besser ist es, den Urlaub einen oder zwei Tage später bzw. früher zu beginnen. Startet man in den frühen Morgenstunden oder in der Nacht ist die Chance gross, die oft stundenlangen Staus zu umgehen. Weiter sollten bei langen Reisen Staupausen eingelegt werden. An ausreichend Proviant wie Trinken und Essen sollte es nicht mangeln. Die Staumeldungen sollten zeitnah verfolgen (Radio, Internet, SRF Verkehrsapps) werden. Die Autobahn zu verlassen, um Staus zu umfahren, lohnt sich nur selten - meist verlängert sich die Reisezeit deutlich.

Schönwetter sorgt für reges Verkehrsaufkommen

Neben dem Ferienverkehr hat das Wetter einen grossen Einfluss auf das Verkehrsaufkommen. Bei schönem Wetter werden auch die Zufahrtsstrassen in Bergregionen sowie rund um Naherholungsgebiete stark belastet sein. Auch vor wichtigen Grenzübergängen sind Wartezeiten jederzeit möglich. Am Samstag muss wegen des Einkaufsverkehr vor allem auf den Umfahrungen grösserer Städte mit Behinderungen gerechnet werden.