Sex, Beziehung, Politik: Warum wir so oft lügen

Ein Mensch lügt im Durchschnitt 200 Mal pro Tag. Das belegen Studien. Und ob Politiker oder Normalo, Mann oder Frau - jeder hat dafür ganz eigene Gründe.

Lügen mal anders.

Bildlegende: Verdrehte Tatsachen. Stephan Lütolf

Politiker sind Menschen wie du und ich – deshalb sind auch sie keine Ausnahme, was das Lügen anbelangt. Doch ihre Unwahrheiten hatten zum Teil drastische Konsequenzen. Ganze Kriege wurden durch Lügen angezettelt:

  • «Seit 5 Uhr 45 wird jetzt zurückgeschossen!» Die Lüge vom 1. September 1939. Heute wissen wir, dass Deutschland Polen ohne Grund und Vorwarnung angegriffen hat. Adolf Hitler hat mit dieser Lüge den zweiten Weltkrieg in Europa ausgelöst.
  • «Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!» Dieser Satz des ehemaligen DDR-Staatschefs Walter Ulbricht aus dem Jahr 1961 ging in die Geschichte ein. Noch im selben Jahr hat Ulbricht die Berliner Mauer bauen lassen.

Es gab aber auch Staatsmänner, die zwar gelogen haben, aber deren Lügen nicht solch grosse Auswirkungen hatten. Dafür waren sie umso peinlicher:

  • «Ich hatte keine sexuelle Beziehung mit dieser Frau, Fräulein Lewinsky.» Der ehemalige US-Präsident Bill Clinton musste 1998 zugeben, in dieser Sache gelogen zu haben. Er hatte eben doch ein Verhältnis mit seiner Praktikantin.
  • «Meine Disseration ist kein Plagiat.» Auch der deutsche Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat gelogen. Er hat bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben. Trotz Beweisen hat er es nie zugegeben – zurücktreten musste er 2011 aber trotzdem.

Lügen unserer Moderatoren

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