Stau-Alarm: So pendelt die Schweiz morgens und abends

Die Mehrzahl der Pendler benutzen für den Arbeitsweg das Auto und verstopfen so zweimal am Tag die Strassen. Der Morgenverkehr wird im Verlauf einer Woche stets besser, der Feierabendverkehr hingegen täglich schlimmer. Die Auswertung der Viasuisse legt Details offen.

Verkehrsaufkommen Drivetime

Die Schweiz ist ein Land von Pendlern. Täglich verlassen rund 3,7 Millionen Menschen das Haus, um zur Arbeit zu fahren (Bundesamt für Statistik 2011). Dabei nutzen 53 % das Auto, 16 Prozent den Zug und 16 Prozent gehen zu Fuss oder mit dem Velo zur Arbeit.

Die Wahl des Verkehrsmittels hängt natürlich stark vom Arbeitsweg ab. Durchschnittlich legten die Arbeitspendlerinnen und -pendler pro Arbeitsweg 14,2 km zurück. Doch jeder zehnte Pendler braucht über eine Stunde zur Arbeit.

Die Folge ist bekannt: Es ist eng geworden auf den Schweizer Autobahnen. 2 Millionen Menschen sind motorisiert unterwegs. Staus am Morgen und Abend sind die Regel. Doch es gibt Unterschiede - das zeigt eine statistische Auswertung der Viasuisse für SRF 3.

  • Der Morgenverkehr ist anfangs Woche sehr hoch und schwächt sich im Verlauf der Woche ab. Die Verkehrsbelastung am Freitagmorgen ist nicht mal halb so hoch wie an den übrigen Werktagen.
  • Früher war der Montagmorgen der Verkehrsintensivste, doch durch die Verkehrszunahme steigt die Überlastung an neuralgischen Punkten an fast allen Morgen ausser Freitag.
  • Beim Feierabendverkehr ist der Trend umgekehrt. Das Verkehrsaufkommen steigert sich gegen Ende Woche. Besonders intensiv ist der Freitagabend - nämlich doppelt so hoch wie am Montagabend!
  • Interessantes Detail: Am Sonntagabend sind mehr Leute im Auto unterwegs als am Montagabend.

Bundesamt für Statistik