Stillsitzen? Nein danke!

Pause bedeutet nicht zwangsläufig Ruhe. Bestes Beispiel dafür: Die Schulhausplätze während den grossen Pausen.

Kinder spielen auf dem Pausenplatz.

Bildlegende: Einmal bewegen, bitte! Wer in der Pause körperlich aktiv ist, kann sich nachher besser konzentrieren. Keystone

Spätestens mittags beginnt es in den Fingern zu kribbeln. Die Füsse wippen plötzlich im Takt zur Musik, die leise aus dem Radio im Hintergrund düdelt, und mancher Schreibtisch-Akrobat würde seinen Bürostuhl gerne zum Tanzpartner machen.

Als Erwachsene haben wir mittlerweile gelernt, unseren Bewegungsdrang bei der Arbeit zu kontrollieren. Wir können schliesslich nicht mitten in der Sitzung aufstehen und mal kurz um den Konferenztisch rennen.

Zappelphilipp bricht hervor

Kinder können das noch nicht. Ihre Konzentrationsfähigkeit liegt zwischen fünf und sechzehn Jahren bei 15 bis 30 Minuten, wie das Bundesamt für Sport auf seiner Homepage schreibt. Danach bricht in jedem Kind der Zappelphilipp hervor, und dementsprechend geht während den grossen Pausen auch die Post ab.

Und wenn man hört, wie zufrieden die Kinder klingen, die SRF 3 Reporterin Simona Caminada bei ihrem Schulhausbesuch in Matzingen TG angetroffen hat, dann müsste man eigentlich sofort jede Kaffeepause im Büro durch eine Runde «Räuber und Polizist» in der Cafeteria ersetzen.