Triathlon im Dampfkochtopf

Der Ironman Triathlon in Zürich ist zur Hitzeschlacht geworden. Die meisten Finisher waren im Ziel mehr auf den Felgen als Sieger Ronnie Schildknecht.

Der Tag beginnt mit Schwimmen. Das hätte am heissen Sonntag wohl jeder in sein persönliches Tagesprogramm aufgenommen. Nur waren es im Fall der Ironman Triathletinnen und Triathleten von Zürich satte 3.8 Kilometer Schwimmen.

Darauf folgten 180 Kilometer auf dem Rennvelo und als Dessert die Strecke, die per pedes bewältigt werden musste: ein ausgewachsener Marathon von 42.195 Kilometern. Bei Temperaturen, die ans Innere eines Dampfkochtopfs gemahnten, ist das eine ambitionierte Angelegenheit.

40 Grad in Hawaii

Die nassen Schwämme, die Trinkflaschen und die Eiswürfel fanden jedenfalls regen Absatz bei so manchem potentiellen Finisher, der sich in Richtung Ziel quälte. Fast niemand sah dabei so frisch aus, wie der Sieger Ronnie Schildknecht.

Aber der ist ja schliesslich Triathlon-Profi und weiss mit temperaturbedingten Unbilden bestens umzugehen. Übrigens: die besten Sportler von Zürich haben sich das Recht erworben, Im Oktober beim prestigeträchtigen Ironman Triathlon in Hawaii an den Start gehen zu dürfen. Auch da kann es tüchtig heiss werden. 40 Grad und mehr.