Um 09.30 Uhr endet für Papst Franziskus die Freizeit für immer

Am Dienstag wird Papst Franziskus in sein neues Amt eingeführt. Arbeitsantritt ist 09.30 Uhr. Was locker klingt, ist in Tat und Wahrheit der Anfang vom Ende. Denn Franziskus hat nie wieder Freizeit.

Ein schwieriger Fall für die Sicherheitsleute: Papst Franziskus mischte sich am Sonntag unters Volk.

Bildlegende: Ein schwieriger Fall für die Sicherheitsleute: Papst Franziskus mischte sich am Sonntag unters Volk. Keystone

Von heute bis zu seinem Tod gilt für den neuen Papst Franziskus: Keine Freizeit, keine Ferien.

Das Oberhaupt der katholischen Kirche arbeitet fortan an sieben Tagen die Woche. Mario Galgano, Redaktor bei Radio Vatikan sagt:

« Das Programm von Franzikus wird sehr gedrängt sein, einzig der Dienstag ist etwas ruhiger. »

Und während viele von uns die Feiertage wie Weihnachten, Ostern, Auffahrt oder Pfingsten fernab der Arbeit geniessen, ist der Papst an diesen kirchlichen Festtagen besonders gefordert.

Hohe Erwartungen bei null Lohn

Zu seiner Amtseinführung steht eine Messe auf dem St.Petersplatz an, anschliessend ein Mittagessen im Kreis seiner Kardinäle. Am Nachmittag nimmt Franziskus dann seine Arbeit auf. Angesichts der hohen Erwartungen die katholische Kirche zu reformieren, wird es ihm an Aufgaben und Terminen nicht fehlen. Redaktor Mario Galgano weiss:

« Lohn gibt es dafür keinen, versichert ist er auch nicht. »

Mit anderen Worten. Franziskus ist Freischaffender für die Kirche. Doch werfen wir einen Blick auf die angenehmeren Seiten des Papst-Seins. Hat Franziskus hunger, wird ihm etwas feines gekocht. Hat er kalt, wird ihm ein «Diener» einen Pullover bringen.

Eine Kiste voll Habseligkeiten

Die letzten paar Nächte schlief Papst Franziskus im Hotel Casa di Santa Marta. Später wird er im apostolischen Palast wohnen, welcher zurzeit für ihn eingerichtet wird. Einiges soll von seinem Vorgänger Benedikt XVI. übernommen werden. Zudem bringt der Neue kaum Habseeligkeiten mit. Insider berichten, dass Franziskus bloss mit einer kleinen Kiste nach Rom gereist war.

Ob er auch seine Leidenschaft für Tango aus Argentinien mit in den Vatikan genommen hat und vielleicht sogar tanzen wird, das weiss niemand. Radio-Redaktor Mario Galgano berichtet allerdings, dass zu Zeiten von Benedikt XVI. bayrische Trachtengruppen in den heiligen Mauern getanzt hätten. Erklingt in Rom unter Franziskus, dem 266. Papst, bald ein Tango Argentino? Es ist dem gut gelaunten Jorge Mario Bergoglio zuzutrauen und dem Vatikan zu wünschen.

Die Gästeliste

Über 100 Delegationen aus dem Auslandhaben sich angekündigt (US-Vize Joe Biden, Regierungschefs von Frankreich und Spanien usw.), darunter auch der umstrittene Präsident von Simbabwe, Robert Mugabe (89). Mit Bartholomäus I. kommt erstmals seit der Kirchenspaltung vor 1000 Jahren auch ein orthodoxer Patriarch von Konstantinopel nach Rom.