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Digital 10 Gründe, warum dank Technik alles gut ist

Mobbing in sozialen Netzwerken, Smartphone-Dauerstress, witzlose Listen à la Buzzfeed: Es gibt viele Möglichkeiten, moderne Technik für alles Böse der Welt verantwortlich zu machen. Dabei ist dank Technik die Welt heute so gut wie nie zuvor.

Eine alte Typenhebel-Schreibmaschine ohne Frontabdeckung.
Legende: Typenhebel-Schreibmaschine: Wer jemals darauf geschrieben hat weiss: Aargh! Wikipedia

Darum: Technik-Muffel aufgepasst, hier sind zehn Antworten, die euer Gejammer verstummen lassen:

1. «Ich hasse mein Smartphone! Der Akku hält kaum länger als einen Tag!»

Antwort: «Ja, aber dafür hast du einen Apparat in der Hand, der mehr kann als dein Desktop-Computer von vor zehn Jahren – den du an eine Steckdose anschliessen musstet.»

Kurze Szene aus der Schweizer Samstagabend-Show «Benissimo», in der Showmaster Bernhard Thurnheer per Telefon einen Millionengewinn verspricht.
Legende: Klingeling! Beni Thurnheer ist am Apparat! SRF

2. «Wer sein Smartphone immer dabei hat macht sich auch ständig verfügbar!»

Antwort: «Nicht, wenn du erst aufs Display schaust und nur die Anrufe entgegen nimmst, die wirklich wichtig sind. Viel schlimmer war es früher, als du das Haus immer in der Angst verlassen musstest, dass in deiner Abwesenheit Beni Thurnheer anruft, um dir eine Million zu schenken

3. «Und wenn wir schon von Smartphones reden: Mein Touchscreen ist voller Schlieren! Pfui!»

Antwort: «Dafür tippt sich darauf wie der Blitz! Erinnerst du dich noch an Telefone mit Wählscheibe? Noch daran, wie unendlich lange es dauerte, bis die Scheibe wieder in Ausgangsposition war? Der amerikanische Stand-up comedian Louis C.K. bemerkt ganz zu Recht, Link öffnet in einem neuen Fenster: Leute mit vielen Nullen in der Nummer rief man damals gar nicht erst an.»

Eine Fingerkuppe mit einer blutenden Papierschnittwunde
Legende: Die Welt vor dem Internet: Als Lesen noch weh tat. SRF

4. «Wlan? Wohl eher W-lahm! Kaum liege ich mit dem Tablet im Garten, habe ich nur noch einen Balken Empfang!»

Antwort: «Stell dir vor: Vor Wlan musstest du dich an einen Computer auf einem Tisch setzen, um im Internet gratis die Zeitung zu lesen. Und noch früher musstest du dir am Kiosk selber eine Zeitung kaufen, deren Papier dich in den Finger schneiden, Link öffnet in einem neuen Fenster konnte. Ist ein Balken Empfang da wirklich so schlimm?»

5. «Ständig dieses Internet! Vor lauter News und Blogs und Ticker-Meldungen kommt man gar nicht mehr dazu, sich vernünftige Gedanken zu machen!»

Antwort: «Dank dem Internet weisst du heute mehr über die Welt als je zuvor. Und selbst wenn du wirklich weniger Zeit hast, dir Gedanken zu machen, sind es doch viel vernünftigere als früher.»

6. «Weil im Internet jeder seinen Senf dazu geben kann stehen da nur Nonsens und Beleidigungen!»

Antwort: «Wikipedia, Link öffnet in einem neuen Fenster

7. «Und überall diese blöden sozialen Netzwerke! Alles was Facebook kann, ist echte Freundschaften kaputt zu machen!»

Antwort: «Bloss gibt es niemanden, der Facebook wegen tatsächlich weniger 'echte' Freunde hat als früher. Aber dank Profilbildern und Fotoalben kannst du dich jetzt jederzeit darüber freuen, wie schlecht das Mädchen gealtert ist, das in der Primarschule bloss über deine Liebesbriefe gelacht hat.»

Eine kurze Szene aus der amerikanischen Comedy-Serie «Saturday Night Live» mit Bobby Moynihan in der Figur des Drunk Uncle.
Legende: Immer diese jungen Leute: Bobby Moynihan als Drunk Uncle in «Saturday Night Live». SNL/SRF

8. «Früher haben wir noch echte Musik gehört! Die jungen Leute heute kennen nur noch ihre Sportify-MP3-Handydings.»

Antwort: «Weil sie einfacher an Musik aus aller Welt kommen als je zuvor, haben interessierte junge Leute heute einen viel breiteren Musikgeschmack als ihre Eltern – die sich noch jede Vinyl-Platte vom Mund absparen mussten. Ausserdem heisst es Spotify und nicht Sportify.»

9. «Schau bloss, wie die Autokorrektur hier aus 'evakuieren' 'ejakulieren' gemacht hat! Einfach nur peinlich so etwas!»

Antwort: «Wenn du jemals einen längeren Text auf einer mechanischen Schreibmaschine, Link öffnet in einem neuen Fenster tippen musstest, wirst du kein schlechtes Wort mehr über Autokorrektur-Hilfen verlieren. Schwinghebel-Klemmer! Schlaffe Farbbänder! Tipp-Ex! The horror! The horror!»

Ein Roboter greift nach einer Schachtel.
Legende: Roboter nehmen uns alles weg. SRF

10. «Roboter nehmen unsere Jobs weg! Ich hasse Roboter!»

Antwort: «Aber bloss die langweiligen Jobs, die keiner wirklich machen will. Statt zu jammern, sollten wir uns überlegen, wie sich die gewonnene Zeit am Arbeitsplatz für Sinnvolleres nutzen lässt. Zum Beispiel zum Lesen lustiger Listen im Internet.»

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