Cebit: (K)ein Grund für Stress

Ein Besuch bei der Cebit ist kein Normalzustand, weder für Besucher noch Aussteller: ständig in dichten Menschenmassen eingepfercht, Lärm, Hektik. Das kann für Stress sorgen – und eine neue App hilft gleich vor Ort beim Stresstest. Zudem sind stille Orte nicht weit weg.

Die deutsche Telekom stellt an ihrem gigantischen Stand in Halle 4 auf dem riesigen Messegelände in Hannover den Stress-Manager vor: eine App, die es ab Frühling dieses Jahres für iOs geben wird und kurze Zeit später wohl auch für Android. Sie funktioniert wie eine Diktiergeräte-App, wie der Selbsttest zeigt (siehe Video unten). Der Benutzer drückt einfach den Aufnahme-Knopf und nimmt 20 Sekunden lang seine eigene Stimme auf. Möglichst natürlich, zum Beispiel ein Gespräch.

Dann beginnt die App zu rechnen, analysiert die Aufnahme, die Stimmlage und bestimmte Frequenzen – und erkennt daraus, ob der Benutzer nervös gestresst ist – und sogar, wie stark dieser Zustand im Moment ist.

Aus den Labors zum Konsumenten

Die Technik ist nicht neu, aber für den Konsumenten in dieser Form zum ersten Mal erhältlich. Stimmanalyse ist in der Wissenschaft schon seit gut zwei Jahrzehnten ein grosses Forschungsfeld. Anwendungen zur Erkennung nervöser oder aggressiver Stimmlagen werden seit einigen Jahren bereits im Callcenter-Umfeld eingesetzt, um Angestellte rechtzeitig zu warnen, wenn sie bei mühsamen Kunden Gefahr laufen, aggressiv zu werden.

Nun ist die Technologie beim Konsumenten angekommen. Als Gratis-App mit eingeschränkten Funktionen oder als Bezahlversion mit Gesundheits-Dienstleistungen. In der Strategie der Telekom ist die App nur einer von vielen Services im Zusammenhang mit ihrer Gesundheitsplattform.

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Cebit vor Ort: Die Stress-App im Selbsttest (SRF Digital)

1:35 min, vom 7.3.2013