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Digital Die App für glänzende Zähne

Ob Puls, Schritte oder die Schlafdauer: Alles wird mit Hilfe einer App gemessen und gezählt. Jetzt kommt eine Zahnbürste dazu, die uns beim Putzen beobachtet. Ein Erlebnisbericht.

Zähneputzen, Synonym für Routine, wird mit der Oral-B Pro 6000 zu einem Erlebnis – meint wenigstens die Marketing-Abteilung des Herstellers. Gleichzeitig soll man dank des Feedbacks der dazu gehörigen App die Zähne auch besser putzen als zuvor.

Da ich umweltbedingt schlechte Zähne habe (Kiosk am Schulweg), bin ich gespannt, was diese Zahnbürste und die Smartphone-App tatsächlich bringen.

Achtung, fertig, auspacken

Ich öffne die Verpackung, ich bin überwältigt: Neben der eigentlichen Zahnbürste und einem kleinen Monitor-Kästchen, das sich als rudimentärer App-Ersatz entpuppt, liegen vier verschiedene Bürstenaufsätze bei – für die zahlreichen Putz-Modi, die ich teils gar nicht kannte. Sie reichen von «Reinigen» über «Tiefenreinigen» bis «Aufhellen», «Zungenreinigen» und «Zahnfleisch-Schutz».

Der Blick in die gedruckte Bedienungsanleitung bringt etwas Klarheit: Ich nehme die «Oral-B Crossaction, unsere fortschrittlichste Aufsteckbürste».

Vier Zahnbürsten für die Oral-B Trizone 6000
Legende: Die Qual der Wahl: Crossaction, Tiefenreinigung, 3D-White oder Sensitive? Reto Widmer / SRF

Putzbeginn: Neben der Bedienungsanleitung unterstützt mich auch der Monitor. Er kommuniziert mit der Zahnbürste per Funk und weiss so, wann ich die Bürste eingeschaltet habe. Die Anzeige startet dann eine Stopp-Uhr und informiert mich in regelmässigen Intervallen mit einer simplen Graifk, welche Region im Mund nun an der Reihe ist.

Das Gerät kontrolliert aber nicht nur die Dauer – nein, es überwacht auch die Intensität, mit der ich die Bürste auf die Zähne drücke. Drücke ich zu stark, leuchtet eine rote Lampe am Griff auf und das Smiley auf dem Display verzieht sein Gesicht.

Die App: Aufpasser, Chronist und Allein-Unterhalter

Alle diese Informationen kann auch die Smartphone-App anzeigen, die über Bluetooth mit der Zahnbürste verbunden ist – und noch mehr. Die App führt mich nicht nur beim Putzen, sie fordert mich danach auch auf, mit der Zahnseide weiterzufahren. (Dabei habe ich das doch vorher schon gemacht.) Und die App weiss auch, wann es wieder Zeit ist, die Bürste zu wechseln und macht mich darauf aufmerksam.

Die App der Zahnbürste zeigt an: Weniger Druck, bitte!
Legende: Zum Wohle des Zahnfleisches: Die App warnt, wenn die Zahnbürste zu viel Druck ausübt. Reto Widmer / SRF

Alle Daten, die sich während des Putzvorgangs anhäufen, legt das System in einem Kalender ab – ein privates Log-Buch des Zähneputzens sozusagen. Wer möchte so etwas später nicht einmal seinen Enkeln zeigen?

Mehr noch: Während des Putzens versucht die App, mir die Zeit zu vertreiben, indem sie mich auf den Tag einstimmt. Sie zeigt Nachrichten und den Wetterbericht an. Oder Einträge aus dem privaten Kalender, zum Beispiel die anstehenden Termine. Auch Slideshows und Videos gehören zum Programm.

Zähneputzen – wirklich ein Erlebnis?

Ob einem diese Berieselung zu mehr Geduld verhilft und ob Statistiken beim Putzen motivieren, ist wohl Geschmacksache. Der verbesserte Timer der Oral-B Pro 6000 ist jedoch ein echte Verbesserung. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass schon die einfache Stopp-Uhr in den herkömlichen Zahnbürsten beim gründlichen Putzen hilft. Die neue Oral-B ist in der Schweiz für Fr. 219.00 erhältlich.

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