Digital am Sonntag, Nr. 51: Kämpfen und Reisen

Am Wochenende hat man Zeit zum Lesen. Deshalb stellen wir hier jeden Freitag die Artikel zu Digital-Themen zusammen, die wir lesenswert finden.

Entspanntes Lesen in bequemen Sesseln.

Bildlegende: Es muss nicht immer Zeitung sein. Gaetan Bally/Keystone

Die Oberhand im Funkspektrum

Brendan Koerner betrachtet für das Threat-Level-Blog des Magazins «Wired» einen Bereich moderner Kriegsführung, der zwar zentral ist, aber unsichtbar – und deshalb hinter Kriegsmaschinerie wie Flugzeugträgern oder Drohnen leicht vergessen geht. Denn modernes Kriegsgerät lässt sich nur einsetzen, wenn die drahtlose Kommunikation mit Radar, Funk oder GPS einwandfrei funktioniert. Diese drahtlose Kommunikation ist somit die Achillesferse einer modernen, vernetzen Armee – und der Kampf um die Macht über das Spektrum ist weltweit in vollem Gang.

Mit dem langsamen Rückzug aus dem Irak und Afghanistan wenden sich die USA nun stärker gen Osten und die neue aufstrebende Supermacht: China. Und China ist laut Koerner der grösste Herausforderer der USA im Technologie-Wettrennen um die Oberhand im Funkspektrum:

«  There are […] real benefits to gaining the technological upper hand. The ability to anticipate and counter an opponent's weapons is valuable even if no attack ever comes — it gives a country leverage in the broader geopolitical sphere. China is working hard to gain this leverage through the electromagnetic realm. »

Der Game-Fotograf

Die einen gehen raus in die Welt, um gute Fotografien zu machen. Andere steigen in virtuelle Welten, um genau das gleiche zu tun: Sie machen Screenshots in Games, setzen also statt einer realen eine virtuelle Welt in Szene.

Wer das gut machen will, betreibt natürlich mehr Aufwand als einfach den Screenshot-Knopf zu drücken (den es in vielen Games gibt). In einem Artikel für das österreichische Game-Blog VideoGameTourism, dessen Titel hier besonders gut passt, beschreibt Game-Fotograf James Snook, wie er arbeitet. Beispielsweise muss er das Spiel so manipulieren, dass er Anzeigen ausblenden oder die Kamera freier bewegen kann, als das Spiel normalerweise zulassen würde.

Das Ziel von Snook ist wohl vergleichbar mit dem, das Reisefotografen haben – dass jemand beim Anschauen der Fotos denkt: Da will ich auch hin!

«  When someone sees one of my screenshots and says «wow, I need to get that game,» I know I've achieved my goal. »