Ein Rahmen – für die ganze Fotosammlung

Welches Foto soll in den Bilderrahmen? Wer die Qual hat, hat die Wahl – oder aber einen digitalen Rahmen. Der zeigt nämlich alle unsere schönen Fotos. Auch die ganz neuen.

Schätzungen gehen davon aus, dass wir Menschen jeden Tag 1,8 Milliarden digitale Fotos schiessen. Wollten wir sie aufhängen, müsste jeder von uns also seine Wohnung mit Bilderrahmen zupflastern. Uns reicht ein einziger Rahmen – ein digitaler.

Der Bildschirm für Büchergestell und Schreibtisch

Solche digitalen Bilderrahmen kann man als fertiges Produkt kaufen: kompakte Bildschirme, die man zum Beispiel auf dem Schreibtisch platzieren kann und die dann abwechselnd aktuelle Fotos der Familie anzeigen.

Aber diese Fotorahmen passen uns nicht, weil wir die Bilder über ein Kabel oder mit einer Speicherkarte auf das Gerät kopieren müssen. Das ist unnötig kompliziert, denn viele unserer Fotos lagern schon irgendwo im Internet – und warten nur darauf, dass ein digitaler Bilderrahmen sie anzeigt.

Da viele von uns sowieso ein älteres Smartphone oder ein Tablet der ersten Generation in einer Schublade herumliegen haben, liegt die Lösung auf der Hand: Wir basteln uns den vollautomatischen, juppie-veganen Bilderrahmen, an dem auch die Hipster-Grosseltern Gefallen finden werden.

Glamour fürs Tablet dank Styropor

Damit das Tablet oder das Smartphone auch etwas hermacht, soll es wie ein echter Bilderrahmen aussehen. Wir basteln ihm einen.

Dazu benötigen wir:

  • Ein altes Tablet oder Smartphone
  • Eine Styroporplatte und Karton in der gleichen Grösse
  • Farbe mit Glitter für den Hintergrund
  • 3D-Liner-Stift für die Verzierung
  • Klettverschluss
  • Leim, Japan- oder Teppichmesser, Kerze
Digitaler Bilderrahmenn auf einem Büchergestell zeigt das Foto eines Mädchens.

Bildlegende: Digitaler Bilderrahmen: Bei vielen Geräten muss man die Bilder manuell laden. fireside

Wir schneiden zuerst ein rechteckiges Loch in der Grösse des Gerätes in die Styroporplatte. Dazu ein Tipp: Damit der Styropor nicht bröselt, sollte man das Schneidewerkzeug zuvor erhitzen.

In der Mitte des Kartons zeichnen wir dann die Umrisse des Bildschirmes ein und schneiden dieses Recheckt ebenfalls aus. Dann kleben wir den Karton auf die Platte und bemalen ihn mit der Glitter-Farbe. Jetzt werden wir kreativ: Mit einem 3D-Stift bringen wir die Verzierungen an. Nun ist der Rahmen bereit und wir können das Gerät von hinten in die Öffnung einsetzen und mit Klettband fixieren.

Für jedes Problem eine App

Damit unser digitaler Bilderrahmen auch Bilder anzeigt und diese automatisch nach ein paar Sekunden wechselt, benötigen wir noch eine App. Die holt die Fotos aus dem Internet – aus einem Dropbox-Ordner etwa oder von Flickr – und zeigt sie auf dem Bildschirm an. Für unseren Test haben wir die Android-App Cloud Photo Frame EX verwendet; für iOS-Geräte gibt es Flickr Photo Frame oder DropPics for Dropbox.

Hochladen – gleich in den Bilderrahmen

Nach der Installation der App müssen wir nur noch unsere Fotos in einen Ordner des Cloud-Speichers laden. Die App holt sich dann die Bilder aus dem Internet. So zeigt unser digitaler Fotorahmen immer die aktuellen Familienbilder an – bei den Eltern im Büchergestell, auf dem Stubentisch der Grosseltern oder im Büro des Partners auf dem Schreibtisch.

Wenn wir neue Bilder hochladen, werden diese ebenfalls in unserem Rahmen angezeigt – und das, ohne dass der Besitzer eingreifen muss. Das ist praktisch für Leute, die sich für die Bilder interessieren und nicht für die Technik, die dahinter steckt.