Ferien, Familie und Smartphones: So gibt's garantiert kein Drama

Smartphones sind toll, weil wir mit ihnen immer online sind. Diese spontane Verfügbarkeit lässt uns allerdings schnell vergessen, dass wir vor den Ferien ein paar Minuten in die Vorbereitung investieren sollten, damit es keinen Frust gibt in Offline-Situationen.

Keiner in der Familie will in den Ferien auf sein Smartphone verzichten. Doch weg von zu Hause können die Bedingungen erschwert sein: Kein Strom, zu wenig Speicherplatz und kein Netz – und schon ist das Smartphone unbrauchbar.

So beugen wir dem Ferien-Drama vor:

Runterladen ist die halbe Miete

Highspeed-Internet zu Pauschalpreisen, wie wir es vom heimischen Handynetz gewohnt sind, gibt es am Ferienort oft nicht. Und auch Wlan-Zugänge in Hotels, Ferienhäusern oder auf Zeltplätzen bieten oft nur Daten-Bächlein. Auf eigene Dateien zuzugreifen – zum Beispiel auf einem Cloud-Speicher wie Dropbox – ist deshalb nicht möglich oder frustrierend langsam.

Es macht Sinn, wenn wir zu Hause möglichst alle Daten, die wir in den Ferien dabei haben möchten, für die Offline-Nutzung aufs Handy herunterladen. Das können Filme und Videos sein, Fotos, E-Books, Kartenmaterial, Reiseführer und natürlich eigene Musikdateien oder Playlists aus Streaming-Diensten wie Spotify (Anleitung) oder Apple Music (Anleitung).

Platz machen oder Platz besorgen für Offline-Dateien

Die heruntergeladenen Dateien belegen schnell viel Speicherplatz im Smartphone. Besitzer eines Geräts ohne Speicherkarten-Einschub wie iPhones und einige Windows Phones müssen deshalb Platz schaffen, in dem sie Dateien löschen, die sie in den Ferien nicht benötigen werden. Alle anderen, vor allem Besitzer eines Android-Geräts, können eine grössere oder zusätzliche Micro-SD-Karte kaufen. Am besten noch zu Hause. Dann können sie in den Ferien unbesorgt fotografieren und filmen. Viel Speicher belegen vor allem Videos in Full HD oder 4K-Qualität. Eine Minute Video in dieser bei Handys derzeit besten Auflösung belegen schnell ein halbes Gigabyte auf dem Geräte- oder Micro-SD-Kartenspeicher.

Stromanschlüsse für alle

Es bringt nichts, wenn das Smartphone mit Musik und Videos gefüllt ist – wenn der Akku leer ist. Damit die Smartphones aller Familienmitglieder immer unter Strom stehen, gehören diese Dinge ins Gepäck:

Bei Flugreisen muss mindestens ein Smartphone-Ladegerät mit USB-Kabel und ein Strom-Adapter ins Handgepäck. So können wir bei langen Wartezeiten am Flughafen das Gerät aufladen und sind auch dann nicht ohne Strom, wenn der Koffer erst einen Tag später am Zielort eintreffen sollte.

12-Volt-Zigarettenanzünder-Adapter sind absolut nützlich während der Fahrt im Auto zum Aufladen des Smartphones. Er sollte mindestens zwei 5-Volt-USB-Ausgänge haben, weil ein Anschluss in der Regel mit dem Smartphone belegt ist, das als Navigationsgerät dient.

Eine Steckdosenleiste mit vier Ladegeräten für Smartphone, Tablet & Co.

Bildlegende: Platz für alle: Eine Steckerleiste vermeidet im Hotelzimmer und Ferienhaus den Lade-Stress. Reto Widmer / SRF

Stromleisten sind auf einer Reise Pflicht, weil es in Hotelzimmern oder Ferienhäusern oft nur wenige Steckdosen hat oder die Steckdosen an einem unmöglichen Ort «versteckt» sind. Grösster Vorteil: Dank einer solchen Leiste können alle Familienmitglieder ihre Geräte gleichzeitig aufladen.
Achtung: Schweizer Steckdosenleisten haben einen Stecker mit drei Stiften. Bei Reisen ins Ausland deshalb einen Strom-Adapter («Weltstecker») mitnehmen, der den Dreipol-Stecker aufnimmt. Für die meisten europäischen Länder reicht ein günstigerer Adapter für Schuko-Steckdosen, wie es ihn in jedem Baumarkt gibt.

Power-Pack, wir nennen sie auch «mobile Ladestationen». Das sind tragbare Akkus, die Saft haben, um das Smartphone mindestens einmal aufladen zu können egal, wo wir uns gerade aufhalten. Mindestens einer dieser Notfall-Akkus gehört mit auf eine Reise.

Habt Ihr selber Tipps, haben wir etwas wichtiges vergessen? Unten kommentieren!

Top-Tipps in Kürze

  • Stromleiste
  • USB-Adapter für das Auto
  • Ladegerät + Strom-Adapter ins Handgepäck
  • Musik etc. offline bereitstellen
  • Genug Platz, evtl. per SD-Karte