Handy weg – (k)ein Weltuntergang!

Schnell geht das Handy verloren, oder es wird gestohlen. Das ist ärgerlich, aber keine Tragödie, wenn der Besitzer vorgesorgt hat. Die wichtigsten Punkte.

Das Bild zeigt den Startbildschirm des Ortungsdienstes Samsung Dive.

Bildlegende: Gib dem Handy eine Chance Samsungdive kann das eigene Handy orten - nach Verlust oder Diebstahl. samsung

Der wichtigste vorweg: Die Bildschirmsperre sollte unbedingt aktiviert sein. Sie verhindert, dass eine Person auf das Gerät zugreift, die dazu nicht berechtigt ist. Das Handy sollte automatisch nach einigen Sekunden den Bildschirm sperren und nicht erst beim manuellen Drücken des Einschaltknopfs. Dann ist eine Benutzung des Geräts nur noch nach Eingabe eines Passwortes möglich.

Achtung: Smartphones neuer Generation bieten neben der Eingabe eines Zahlencodes auch die Möglichkeit, das Gerät durch Gesichtserkennung zu entsperren. Das ist zwar komfortabel, aber sehr unsicher, da potenzielle Angreifer diese Sperre sehr leicht aushebeln können (Beweis siehe Video).

Zusätzlich kann der Benutzer auch noch die SIM-Karte mit einem Passwort sperren. Das alleine verhindert aber noch nicht den Zugriff auf das Gerät, deshalb immer beides aktivieren: SIM-Karten-Sperre und Bildschirmsperre.

Regelmässige Backups machen

Heutige Handys sind riesige Datenspeicher, was viele Benutzer dazu verleitet, alle ihre Fotos, Videos und sonstige Daten darauf zu speichern – und nur darauf. Das rächt sich spätestens dann, wenn das Smartphone abhandenkommt. Deshalb sollten alle wichtigen Daten unbedingt regelmässig gesichert werden, mindestens einmal pro Woche. Dazu eignet sich der eigene PC genauso wie Speicherdienste wie Dropbox, Google Drive, iCloud oder Skydrive.

Das Smartphone mit einem Code sichern und regelmässige Backups: Wer diese beiden Vorsorgen trifft, kann es ruhiger angehen, wenn sein Gerät gestohlen wird oder er es verliert. Denn im Falle, dass das Handy nie mehr auftaucht, sind wenigstens die Daten noch vorhanden – und man kann mit grosser Gewissheit davon ausgehen, dass der Dieb nicht in den persönlichen Daten, Bildern, Videos, Kontakten und Emails auf dem Telefon herumschnüffeln kann.

Nach dem Verlust: Gerät orten

Dazu besteht die Möglichkeit, das Handy zu orten. Bei Samsung heisst der Handyfinder Dive. Sobald der Dieb die SIM-Karte wechselt, sendet Dive die neue Nummer an den Besitzer des Handys. Sogar nach dem SIM-Wechsel bleibt Dive aktiv; die App kann nur mit einem Code deaktiviert werden. Über die Samsung-Website lässt sich daher das Smartphone selbst nach einem SIM-Wechsel noch sperren, ein Infotext einblenden, dass dieses Handy gestohlen wurde - und man kann die Daten löschen. Zudem lässt sich das Handy im Idealfall bis auf ­etwa 10 Meter genau orten. Damit das funktioniert, muss Dive aber aktiviert sein, bevor das Handy abhandenkommt!

Dasselbe gilt für Smartphones von HTC und Apple. Beide haben einen vergleichbaren Dienst eingebaut, HTC Sense und bei Apple «Mein iPhone suchen».

Besser: Diebstahlschutz

Besser aber, es kommt gar nicht erst zum Diebstahl oder Verlust. Zomm ist eine virtuelle Handyleine, ein  Schlüsselanhänger, der über Bluetooth die Verbindung mit dem Handy aufrecht hält. Entfernt sich der Besitzer einige Meter vom Smartphone, gibt der Schlüsselanhänger einen Alarm: «Handy liegen gelassen». Umgekehrt geht der Alarm natürlich auch los, wenn sich das Smartphone vom Wachhund-Schlüsselanhänger «entfernt», also gestohlen wird.

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