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Digital Nach langem Warten endlich da: Office für das iPad

Seit das iPad vor vier Jahren Premiere feierte, warten Benutzer auf eine Office-Version für das Tablet. Seit heute bietet Microsoft nun Word, Excel und Powerpoint auch für das iPad an. Aber: Das Angebot hat aber einen Haken.

Das Microsoft-Logo, dahinter ein übergrosses iPad mit Office-Logo.
Legende: Office auf dem iPad: Alle Funktionen von Word, Excel und Power Point stehen nur mit Office-Abonnement zur Verfügung. Reuters/SRF

Office ist die lukrativste Software-Franchise aller Zeiten. Microsoft soll damit allein in der vergangenen Dekade 180 Milliarden Dollar eingenommen, Link öffnet in einem neuen Fenster haben. Allerdings: Mit sinkenden PC-Verkäufen stagniert auch das Geschäft mit Word und Co., die auf dem PC quasi Standard waren.

Für Microsoft ist es deshalb dringend nötig, mit Office auch im Geschäft mit mobilen Geräten Fuss zu fassen. Im letzten Jahr wuchs der Tablet-Verkauf noch einmal um 70 Prozent, während 10 Prozent weniger PCs über die Ladentische gingen.

Design wird gelobt

Für das iPhone hat Microsoft bereits im vergangenen Jahr eine Office-Version herausgebracht. Für das iPad wurden die drei Programme – Word, Excel und Power Point, die separat im Appstore heruntergeladen werden müssen – noch einmal gründlich überarbeitet und dem grösseren Bildschirm des iPads angepasst.

Erste Reviews, Link öffnet in einem neuen Fenster sind mit der Umsetzung auf dem iPad durchaus zufrieden und loben etwa das schöne Design und die vielen Möglichkeiten, die Programme den eigenen Bedürfnissen entsprechend anzupassen.

Glücklich, wer ein Abo hat

Allerdings: Wer auch auf dem iPad sämtliche Office-Funktionen nutzen will, benötigt ein Office-Abonnement, Link öffnet in einem neuen Fenster. Für alle anderen gibt es eine 30-tägige Gratis-Testphase. Ist die abgelaufen lassen sich Dokumente zwar noch anschauen oder zum Beispiel als Powerpoint-Präsentation zeigen – Änderungen können aber keine vorgenommen und auch keine neuen Dokumente erstellt werden.

Ein Office-365-Abonnement kostet 12 Franken im Monat oder 120 Franken im Jahr. Das Office-Angebot für das iPad ist deshalb vor allem für jene Benutzer interessant, die bereits über ein solches Abonnement verfügen.

Microsoft Cloud-Dienste nur mit Office

Wer keine Lust hat, sich per Abo an Microsoft zu binden, für den gibt es auch Alternativen: Die iWork-Programme von Apple zum Beispiel, die pro Stück 10 Franken kosten oder gratis sind für alle, die ihr Apple-Gerät nach dem Herbst 2013 gekauft haben.

In Apples Appstore stehen ausserdem viele Apps von Dritten, die ebenfalls Programme wie Word, Excel oder Powerpoint ersetzen können. Nachteil bei allen diesen Apps (auch denen von iWorks): Sie arbeiten nicht mit Microsofts Cloud-Diensten wie etwa OneDrive zusammen, die nur mit Office funktionieren.

Ein Angebot für Geschäftskunden

Office auf dem iPad kann deshalb vor allem für Business-Kunden von Interesse sein: Im Geschäftsumfeld ist häufig schon ein Office-Abonnement vorhanden und es besteht das Bedürfnis, per Cloud-Diensten Dokumente gemeinsam bearbeiten zu können.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Joe Schweizer, Basel
    Als Mühsam empfinde ich als User primär, dass immer mehr Software auf Abo-Basis gemietet werden muss. Ich mag^s lieber, wenn ich ein SW-Paket kaufen und so lange benutzen kann wie ich will. Immer öfter wird die sogar Software offline gar nicht mehr nutzbar. Ein absolutes No-Go!!
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    1. Antwort von Eddy Dreier, Burgdorf
      Yep, die Computerindustrie schmeisst sich immer wie mehr selbst ins abseits. Ausnehmen des ahnungslosen Computernutzers - schon fast Betrug und NSA-Agenten, die davon eine Kopie haben wollen - nicht um dir zu helfen, sondern um zu wissen, wer du bist... Die Zukunft kann eindeutig nur in OpenSource wie zB. Linux liegen!
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    2. Antwort von Felix von Wartburg, Luzern
      Das «Mieten» statt «Besitzen» hat eine lange Tradition und wird wieder modern. Car-Sharing, Boat-Sharing, House-Sharing, Apartment-Sharing, Holiday-Aparmtnet-Sharing usw. sind die Zeichen der Zeit. Die moderne Gesellschaft findet wieder zurück zum alten Tauschgeschäft. Ich benutze viele Adobe-Software-Programme, die einen den ganzen Tag, die anderen nur einmal im Monat, wieder andere nur einmal pro Jahr. Mieten mit automatischem Upgrade ist da die ökonomischere Variante.
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    3. Antwort von Dario Cerletti, Steinhausen
      Anders als beim House-, Boat- und Car-Sharing merken sie jedoch bei Software nicht, wenn sie jemand mit ihnen Gemeinsam nutzt. Das Programm, dass sie kopiert haben läuft nicht langsamer deswegen! Einführung von Software als Abodienst schafft eine künstliche 'knappheit' der Software, die einzig und alleine dem Zweck dient, die Kassen der Softwarefirmen zu füllen. Das hat rein gar nichts zu tun mit 'Traditionen' die wieder 'modern' werden, sondern ist schlicht und einfach dreiste Geldmacherei!
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