Oculus: Investoren hauchen der Virtual–Reality–Brille Leben ein

Schon im nächsten Jahr dürfte eine kommerzielle Version der Oculus Rift VR–Brille in den Verkauf kommen. Die Entwicklerfirma konnte sich 75 Millionen US Dollar an Investitionsgeldern sichern.

Ein Mann trägt einen Prototyp der Oculus Rift Brille

Bildlegende: Launch–Termin in Sichtweite? Wikipedia

Rosige Aussichten für Oculus VR; die Firma, die das in den 90er-Jahren verschollene Konzept der «Virtual Reality» wieder aufleben lässt: Netscape-Gründer Marc Andreessen ist von der Virtual-Reality-Brille überzeugt und beteiligt sich mit seiner Investitions-Firma mit 75 Millionen US Dollar am noch jungen Unternehmen.

Mit dieser Finanzierung steht einem kommerziellen Start der Oculus Rift nichts mehr im Wege. Bis Ende 2014 soll das Entwickler–Modell marktreif und gleichzeitig erschwinglicher gemacht werden. Derzeit kostet das Modell 300 Dollar.

Ermutigendes Feedback

Dass die «Oculus Rift» Menschen zu inspirieren vermag, zeigte sich bereits auf Kickstarter: Auf der Crowdfunding–Plattform spielte das Projekt 2,5 Millionen anstelle der benötigten 250'000 Dollar ein. Das bereits erhältliche Entwickler-Modell bekam von Fachleuten, Entwicklern und Enthusiasten gute Noten. Auch SRF Digital Redaktor Jürg Tschirren konnte ein Gerät ausgiebig testen und glaubt an das Potential der Technologie.

Innovationskraft bei den grossen Spielkonsolen schwindet

Dass Andreessen bereit ist, so viel Geld zu investieren, zeigt, welchen Einfluss man Oculus VR im Bereich innovativer Games zutraut. Die Zusage kommt auch zu einer Zeit, in der deutlich wird, dass die grossen Spielkonsolen-Hersteller neben etwas verbesserter Grafik–Leistung kaum mehr Innovation zu bieten haben.

«  Wir glauben, Oculus wird nicht nur die Spiele-Industrie verändern, sondern auch in Gebieten wie Film, Architektur, Bildung und Design zu grundsätzlich neuen Ansichten führen. »

Marc Andreessen
Netscape Gründer und Investor

Die Spiele-Industrie sei schon lange an einem Punkt, an dem mehr Pixel und höhere Bildraten keinen Einfluss auf das Spielerlebnis mehr hätten – davon ist auch der Technologie-Chef von Oculus VR, John Carmack, überzeugt. Die Menschen mitten in die digitale Welt zu setzen, werde Videospiele und andere interaktive Inhalte grundlegend verändern, so Carmack.