So macht ihr brutal hässliche Selfies

Eitelkeit gilt heute zwar nicht mehr als Sünde, langweilig ist sie trotzdem. Eitle Selfies, macht mal Platz! Denn es gibt viel mehr kreative Möglichkeiten, sich unvorteilhaft abzulichten: Hier kommen die «Ugly Selfies».

Wir strecken den Arm aus, schauen locker adrett in unser Handy und drücken ab. Es geht ganz leicht und ist im Handumdrehen geteil: das «Selfie». Weil es die gegenwärtige Selbstdarstellungskultur im Internet so treffend und einfach beschreibt, wurde es auch zum Wort des Jahres 2013 der Britischen «Oxford Dictionaries» gewählt.

Mut zur Hässlichkeit

Der Britische Komiker Ricky Gervais in unvorteilhaften Selbstaufnahmen

Bildlegende: Ricky Gervais zelebriert seine Bathtub-Pics. @rickygervais/Twitter

Narzisstische Selfies gibt es zur Genüge und sie langweilen. Dieser Meinung ist auch der aus «The Office» bekannte Comedian Ricky Gervais. Dass es auch anders geht, zeigt der furchtlose Brite gleich selber: Gervais twittert regelmässig hässliche Selfies mit Doppelkinn, Silberblick und Zahnlücke. Ort seiner Inspiration ist nicht selten die Badewanne, in der er auch schon mal zusammen mit Conan O'Brian ein «Uglie» schiesst.

Japaner schütteln nur den Kopf

Eine verwackelte Aufnahme einer jungen Japanerin.

Bildlegende: Big in Japan: Beim Abdrücken heftig den Kopf schütteln. Gawker Media

Trendige Japaner haben unterdessen ihren eigenen «Uglie»-Stil entwickelt: Kopf schütteln und Auslöser drücken. Bei schwächerem Licht entstehen dadurch Bewegungsunschärfen, die das Gesicht bizarr verzerren.
Bei viel Licht wird das Konterfei in seiner unnatürlichen Schüttelbewegung eingefroren, was zu nicht weniger eigenwilligen Resultaten führt.

Im Auge des Fisches

Eine mit einer Fischaugen-Linse verzerrte Handy-Aufnahme von Uglies-Reporter Jürg Tschirren

Bildlegende: Alles wird hässlicher mit einem Fischaugen-Adapter. SRF

Grimassen geschnitten werden auch auf Instagram und Co. massenhaft und zwar unter dem Hashtag #uglyselfies. Wem das, wie auch uns, zu einfach ist, sollte sich mal mit einem Fishaugen-Objektiv für das Smartphone versuchen.
Die optischen Verzerrungen dieser Linsen wirkt sich nur äusserst selten schmeichelhaft auf Portrait-Fotos aus.

Sellofies für die Furchtlosen

SRF Redaktor Jürg Tschirren mit Klebestreifen verunstaltet.

Bildlegende: Wenn's nicht hässlich genug sein kann: Sellofie. SRF

Gar keine Hemmungen haben sollte, wer sich an das Sellotape Selfie, kurz «Sellofie» wagt. Dafür klebt man sich das Gesicht mit Klebeband (Sellotape) ab und verändert seine Gesichtszüge so auf äusserst unnatürliche und nicht selten groteske Weise. Ein durchsichtiges Band trägt sie noch eleganter nach aussen: unsere innere Hässlichkeit! Auch gute Ergebnisse erzielt man mit Gummibändern.

Wow, seid ihr hässlich!

Wow, seid ihr hässlich!

Wir haben gesagt, wie es geht, ihr habt uns eure Hässlichkeit geschickt. Hier ist die Bildergalerie. Merci!