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Soziale Medien Facebook ja, aber...

Statt das Facebook-Konto löschen, kann man Posts gezielt verschwinden lassen – automatisiert. Wir zeigen, wie das geht.

Facobook-Logo im Hintergrund, vorne die Figur eines Arbeiters mit Pressluftbohrer.
Legende: Facebook: Das soziale Netzwerk verspricht eine Renovation. Reuters

Der Skandal um die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica setzt Facebook zu. Während eine Handvoll Promis sich öffentlich vom sozialen Netzwerk verabschieden und ihren Account löschen, geht dieser Schritt der grossen Mehrheit der Nutzerinnen und aber Nutzer zu weit. Für sie gibt es eine Alternative: Gezielt Einträge verstecken oder löschen.

Backup erstellen

Bevor man seine Einträge verändert, empfiehlt es sich, ein Backup zu erstellen:

  1. Klick bei Facebook auf das Menü-Dreieck oben rechts (neben dem Fragezeichen).
  2. Dann den Eintrag «Einstellungen» wählen.
  3. Auf den Link klicken «Lade eine Kopie deiner Facebook-Daten herunter».
  4. Das kann eine Weile dauern. Facebook informiert, wenn das Backup bereit ist.

Posts verstecken oder löschen

Ein einzelner Post mit einem peinlichen Bild lässt sich gut von Hand löschen. Bringt man das nicht übers Herz, so kann man den Eintrag auch verstecken:

  1. Auf dem problematischen Eintrag oben rechts aufs Menü klicken.
  2. Entweder über den Eintrag «In der Chronik verbergen» oder «Löschen» den Post verstecken oder für immer verschwinden lassen.

Aktivitäten gezielt verstecken oder löschen

Möchte man alle Einträge zu einer bestimmten Person oder Thema loswerden, so ist die oben beschriebene Methode zu mühsam – vor allem, wenn die Posts über eine lange Zeitspanne hinweg abgesetzt wurden.

Die gute Nachricht: Es gibt Werkzeuge, die einem diese mühsame Arbeit abnimmt. Doch Achtung: Bei der Wahl eines Tools sollte man vorsichtig sein. Es ist möglich, dass Browsererweiterungen selber Daten sammeln.

Eines der bekanntesten Tools ist «Social Book Post Manager», eine Erweiterung für den Chrome-Browser. Damit lassen sich nicht nur Einträge verstecken oder löschen, auch Likes kann man damit rückgängig machen.

Der Quellcode dieses Plugins ist für jeden einsehbar. Da bis jetzt nicht bekannt wurde, dass dieses Tool Daten weitergibt, gehen wird davon aus, dass es in Ordnung ist.

Nachdem man die Social Book Post Manager Erweiterung , Link öffnet in einem neuen Fenster im Chrome Browser installiert hat, kann man seine Timeline aufräumen:

  1. Im Chrome-Browser Facebook öffnen.
  2. Klick auf das Menü-Dreieck oben rechts, dann den Eintrag «Aktivitätenprotokoll» wählen.
  3. Im Chrome-Browser oben die Erweiterung «Social Book Post Manager» öffnen.
  4. Das Formular ausfüllen: Die Zeitspanne festlegen (Year, Month), dann einen Text eingeben, der den Post beschreibt, zum Beispiel den Namen des Verfassers eines Posts. Wer gleich alle Posts in einem bestimmten Zeitraum löschen will, lässt einfach das Texteingabefenster leer.
  5. Mit den entsprechenden Buttons kann man einen Post löschen (Delete), verstecken (Hide) oder wieder anzeigen (Unhide). Auch Likes kann man so rückgängig machen (Unlike).
  6. Ein Klick auf einen dieser Button startet die Suche – nicht erschrecken, die kann ziemlich lange dauern.
  7. Nach dem Suchlauf wird man aufgefordert, die zuvor gewählte Aktion zu bestätigen.

Apps einschränken oder löschen

Facebook geriet in die Schlagzeilen wegen Apps, die Nutzerdaten weitergeben. Welche Apps zurzeit installiert sind, kann man sich anzeigen lassen:

  1. Klick oben rechts auf das Menu-Dreieck.
  2. Klick auf «Einstellungen».
  3. Klick links auf den Eintrag «Apps».

Obwohl ich selber nicht sehr aktiv auf Facebook bin, waren es die Apps um so mehr: Gleich mehrere Dutzend hatten die Berechtigung, auf mein Facebook-Profil zugreifen zu können. Bei keiner sah ich einen Nutzen und habe deshalb alle gelöscht:

  1. Mit einem Klick auf den Delete-Button (der mit dem Kreuz) kann eine App gelöscht werden. Statt Apps zu löschen, kann man auch deren Berechtigungen editieren (Stift-Button) und so den Zugang zu Information einschränken.

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