Madeleine Egger, Försterin: «Die Technik bewahrt Wissen»

Die Arbeit der Förster findet heute zu etwa gleichen Teilen im Wald und am Laptop statt. Um den Wald nachhaltig zu bewirtschaften, muss man seinen Zustand mit digitalen Hilfsmitteln dokumentieren.

Bis ein Baum gewachsen ist, dauert es 100 Jahre oder länger. Will man den Wald nachhaltig bewirtschaften, ist es entscheidend, dieses Wachstum genau zu dokumentieren. Und das macht die Försterin Madeleine Egger mit Computerhilfe.

« Wenn früher ein Förster pensioniert wurde, ging mit ihm das ganze Wissen über den Wald verloren. »
Eine Försterin in Schutzhelm und leuchtend gelber Weste steht vor frisch gefällten Baumstämmen.

Bildlegende: Madeleine Egger Früher musste der Förster öfter im Wald mit anpacken. Lucius Müller/SRF

Qualität, Länge und Durchmesser jedes frisch gefällten Baums trägt sie gleich vor Ort in ein mobiles Erfassungsgerät ein. Mittels GPS werden die Daten mit den Koordinaten ergänzt, wo ein Stamm genau im Wald liegt. Per Internet gelangen die Daten direkt aus dem Wald an den Transporteur, der das Holz dann abholt – ohne Hilfe von Förster und Forstwart.

 Diese gesammelten Daten bleiben über die Berufslaufbahn der einzelnen Förster hinaus erhalten und ermöglichen eine nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes.