Ulrich Blum, Spieleautor: «Spiele sind anspruchsvoller geworden»

Analoge Brettspiele bleiben beliebt. Sie werden aber auch mit digitalen Komponenten erweitert. Diese Entwicklung stellt den Spieleautor vor neue Fragen und vor technische Herausforderungen.

Ulrich Blum ist Spieleautor, nicht Spiele-Entwickler. Ein wichtiger Unterschied: Spiele-Entwickler machen Spiele für Computer, Spieleautoren «analoge» Brett- und Kartenspiele. Dennoch ist auch für Spieleautoren der Computer ein unverzichtbares Hilfsmittel - beispielsweise bei der Gestaltung der Grafik oder bei der Simulation von Spielabläufen. Das reine Testen eines neuen Spieles ist dann aber eine analoge Angelegenheit - mit realen Menschen an einem realen Tisch und behelfsmässig gebastelten Prototypen.

Derzeit entwickelt Ulrich Blum Spiele für den Tiptoi-Stift: Ein überdimensionierter Kugelschreibers mit einer Spitze, die Objekte auf einem Brettspiel scannen kann. Diese Durchmischung von bewährten analogen Elementen mit digitaler Technologie erlaubt es, komplexere Brettspiele zu entwickeln.

« Wir haben in den letzten zehn Jahren einen Boom recht anspruchsvoller Spiele erlebt. »
Spieleautor Ulrich Blum testet ein Spiel für die stiftförmige Tiptoi-Konsole vor seinem Notebook.

Bildlegende: Ulrich Blum beim Test eines Spiels für Tiptoi. Lucius Müller/SRF

Ein Boom, der jenen entgegenkommt, die bis anhin Computerspiele bevorzugten. Denn wer am Computer komplexe Aufbausimulationen spielt, sucht auch am Brett eher komplexere Spiele. Und hat dort dank Spieleautoren wie Ulrich Blum heute die Auswahl zwischen einer ganzen Menge von anspruchsvollen Titeln.