Windows Phones: Hochwertig – aber kaum begehrt

Smartphones mit dem Windows-Betriebssystem können mit iPhones und Android-Geräten durchaus mithalten. Technisch sind sie vielen Modellen der Konkurrenz zuweilen gar überlegen. Dennoch finden diese Geräte wenig Anklang: Ihr Marktanteil liegt bei uns bei rund fünf Prozent.

Woran liegt's, dass alle, die einmal ein Windows Phone in den Händen gehalten haben, von der Oberfläche, der Bedienung und dem «aufgeräumten» Design begeistert sind? Und warum bleiben sie dann in der Regel doch bei ihrem Smartphone mit iOS-oder Android-Betriebssystem?

Apps, Apps, Apps

Der wichtigste Grund – um nicht zu sagen, der einzige: die Apps. Für Windows Phones gibt es zwar viele wichtige Apps, jene der SBB beispielsweise, Facebook oder Whatsapp – das war's dann aber. Andere Apps wie Dropbox sind zwar im Windows Phone-Markt vorhanden, aber nicht programmiert vom Anbieter der Dropbox selbst, sondern oft von irgendeinem privaten Programmierer.

Das strapaziert das Vertrauen der Benutzer manchmal. Beispiel Dropbox: Schliesslich gibt man seine Anmeldedaten einer unbekannten Person weiter und meistens sehen die Apps auch anders aus als «die Originale» aus der iOS-und Android-Welt.

Windows als Klumpfuss

Mag sein, dass auch das Wort «Windows» zur Unbeliebtheit der Smartphones beiträgt. Mit dem Begriff sind nicht nur schöne Erinnerungen verbunden: zum Beispiel Computer, die nach einem Jahr immer langsamer werden und nur durch eine aufwändige komplette Neuinstallation wieder fit gemacht werden können.

Vielleicht schreckt die Angst vor ähnlichen Erlebnissen mit einem Windows Smartphone viele Kunden vor einem Kauf ab. Rationale Gründe gibt es ansonsten gegen die Windows Phones nämlich kaum.