Langeweile in der Nachweihnachtszeit? 6 Tipps zum «Ziit vertuble»

Weihnachten naht und die Festivitäten sehen etwa so aus: Tante Esther erzählt von ihrer Makramee-Kollektion, Cousin Martin von seinen Aktienkursen. Wir hören mit halbem Ohr zu – und und sehen uns nach Unterhaltung! Deshalb: Sechs kleine Game-Tipps zum «Ziit vertuble» während den Festtagen.

Ein Tannenbaum und pixelige Game-Grafiken

Bildlegende: Katzen, Herzen, Einzeller und astronomische Blähungen. Montage SRF

«Neko Atsume: Kitty Collector»

Plattformen: iOS, Android (gratis mit In-App-Käufen)

Katzen spielen auf der Veranda.

Bildlegende: «Neko Atsume: Kitty Collector»: Katzen lieben die Lokomotive. Die Katze «Conductor Whiskers» ist aber wieder weg. Screenshot SRF

Gegeben: Eine Veranda und ein Wohnzimmer. Ziel: Katzen anlocken. Unsere Geheimwaffen: Wollknäuel, Goldfischglas, Kartonschachtel. Platzieren wir sie geschickt, toben bald zahlreiche Katzen durch unser Haus – oder sie schlafen.

Zum Dank hinterlassen uns die Büsis kleine Fische. Mit denen können wir Objekte kaufen, die noch mehr Katzen anlocken sollen – was nicht immer so einfach ist, denn Katzen sind bekanntlich launische Tiere.

So kehren wir immer wieder zum Game zurück, um unser Katzenrudel wachsen zu lassen. Und wenn wir einmal nicht am Spielen sind plagt uns nur noch eine Frage: Was machen sie wohl gerade, meine Katzen?!

«Free Rider HD»

Plattform: Browser (gratis)

Bei «Line Rider HD» steuern wir ein velofahrendes Strichmännchen durch Strichlandschaften, die von anderen Spielern gestaltet wurden. Wir können das Spiel am PC spielen oder auf mobilen Geräten wie Smartphone und Tablet – wobei ersteres sehr zu empfehlen ist, denn «Line Rider HD» ist auch ohne die umständlichere Mobile-Steuerung schon schwer genug zu meistern.

Ein animiertes GIF zeigt eine Spielszene aus «Free Rider HD».

Bildlegende: «Free Rider HD»: Um William Edward Hickson (und Aaliyah) zu zitieren: «If at first you don't succeed/Try, try, try again.» SRF

Sowieso wird schnell klar: Bei den anderen Spielern muss es sich ausnahmslos um Sadisten handeln, so brutal haben sie ihre Strecken gestaltet. Dass wir auch nach dem 100. misslungenen Versuch trotzdem gleich wieder einen neuen wagen (und dann noch einen, und dann noch einen…) liegt zum einen an der perfekt umgesetzten Physik, die unser radelndes Männchen fahren, springen und stürzen lässt.

Und zum anderen liegt es an den hunderten mit ausufernder Fantasie gestalteten Rennstrecken, die mit immer neuen Hindernissen und Fallen überraschen. Und die wir nach einigen Durchgängen auch selber zeichnen wollen, um unseren Mitspielern ebenfalls das Leben schwer zu machen.

«Agar.io»

Plattformen: iOS, Android, Browser (gratis mit In-App-Käufen)

Viele Punkte, die Zellen darstellen, darunter der Gingerbread Man.

Bildlegende: «Agar.io»: Tao gibt gerade mächtig den Ton an. Zwei Minuten später ändert sich das. Screenshot SRF

Simples Game-Prinzip, grosse Wirkung: Wir sind eine kleine Zelle und schwirren über eine Landschaft, die wie kariertes Papier aussieht. Unsere Zelle frisst kleine Tupfen, wächst und gedeiht – bis eine grössere Zelle kommt und sie auffrisst.

Diese anderen Zellen steuert aber kein Computer – es sind Spielerinnen und Spielern auf der ganzen Welt, die live mit uns zusammenspielen. Leben und Sterben im Kleinformat: Charles Darwin hätte seine Freude daran.

«Tough Love Machine»

Plattform: Browser (gratis)

Zwei Pixelgestalten, zwei Herzen, zwei Hände - so schwierig kann Liebe sein.

Bildlegende: «Tough Love Machine»: Liebe kann so schwierig sein. Screenshot SRF

Zwei Herzen und zwei Hände, die sie zusammenführen sollen. So einfach ist die Spielanlage. Und so wahnsinnig hirnzermalmend sind die scheinbar einfachen Parcours, auf denen die Herzen herumliegen. Mit der Tastatur steuern wir die beiden Hände, mit WASD die linke und mit den Pfeiltasten die rechte.

Aber Achtung! Jede Hand kann sich maximal nur zwölf Felder von ihrer ursprünglichen Position entfernen. Und Achtung! Wenn wir mit den Händen umherfahren, dann wachsen uns Arme, die für die anderen Objekte zu zusätzlichen Hindernissen werden. Und Achtung! Die Herzen kann man zwar schieben, aber sie dürfen nicht herunterfallen. Aaarghh! Bei jedem zweiten Level schwört man, dass er unmöglich zu schaffen sei, nur um es noch ein weiteres Mal zu versuchen und am Ende zu triumphieren. Ein irre gutes Gefühl.

«No More Kings»

Plattform: Browser, iOS, Android (gratis mit In-App-Käufen)

Screenshot des Games "No More Kings", ein Schachbrett.

Bildlegende: «No More Kings»: Am Schluss ist immer der König dran! Screenshot SRF

Schach kann frustrierend sein, weil ein Spiel endlos lange dauert. Doch das hier ist kein richtiges Schach: Das Schachbrett ist zwar da, die Figuren auch, aber das Spielprinzip weicht vom Klassiker ab. Es ist deshalb schneller und effizienter. Ideal für Ungeduldige!

So geht es: Die rote Spielfigur hat je nach Level eine oder mehrere andere Figuren in Reichweite, die sie schlagen kann. Dabei gelten die Regeln des richtigen Schachspiels: Turm nur horizontal oder vertikal bewegen, Läufer nur diagonal, und so weiter.

Die Figur, die wir als Angriffsziel wählen, wird «geschlagen» und die Angreifer-Figur nimmt nun die Figur der Geschlagenen an. Schlagen wir also mit dem Turm einen Läufer, wird der Turm zum Läufer. Auf diese Weise bahnen wir uns den Weg über das Schachfeld – und geraten in höheren Levels öfters mal in eine Sackgasse. Am Ende steht dann der König vor uns, den wir erst attackieren können, nachdem alle anderen Figuren vom Feld geräumt sind.

«Asstronaut»

Plattform: iOS (gratis mit In-App-Käufen)

«Asstronaut» ist ein Game, das man guten Gewissens eigentlich niemandem empfehlen darf. Es ist lieblos designt, in der Gratis-Version vollgestopft mit Werbung und nur für das iPhone erhältlich.

Ein animiertes GIF zeigt die Spielfigur aus dem Game «Asstronaut» durch den Himmel fliegen.

Bildlegende: «Asstronaut»: Da fliegt er, der mutige Asstronaut. Hoffentlich hat er genug Gas im Tank (gnihihihi). SRF

Auch das Spielprinzip ist nicht originell: Wir steuern ein kleines Männchen auf seinem Weg Richtung Himmel. Per Tippen auf den Bildschirm beschleunigen wir – immer dann, wenn der Weg frei von Hindernissen ist. «Flappy Bird» heisst hier das grosse, schlimme Vorbild.

Doch was «Asstronaut» von anderen «Flappy Bird»-Klonen abhebt ist das Furzgeräusch, das unser Männchen macht, jedes Mal wenn wir Gas (gnihihi) geben. Simple Geister wie der Schreibende können nicht genug davon bekommen. Und was gibt es für eine bessere Tarnung als diese Geräuschkulisse, wenn man sich im Weihnachtsstress für ein paar Minütchen zum «Ziit vertuble» auf's WC zurückziehen will?