10 harte Fakten zum zärtlichen Kuss

«Ein Kuss ist Mund-zu-Mund-Beatmung ohne medizinischen Anlass», sagte einst der deutsche Schauspieler Joachim Fuchsberger. Eine reichlich unromantische Betrachtungsweise mag man da entgegnen. Doch wir setzen noch einen drauf und liefern 10 harte Fakten zum zärtlichen Kuss.

Ein Paar küsst sich im Pool in Darmstadt-Eberstadt unter Wasser.

Bildlegende: Ein Paar küsst sich im Pool in Darmstadt-Eberstadt unter Wasser. Keystone

  • Mit 70 Jahren haben wir etwa 76 Tage unseres Lebens nur mit Küssen verbracht. Das sind im Durchschnitt 100'000 Küsse.
  • Viel Küssen verlängert die Lebensdauer um bis zu fünf Jahre, wie amerikanische Forscher herausgefunden haben. Und wer frisch geküsst in ein Auto steigt, fährt weniger aggressiv und verursacht weniger Unfälle.
  • Ein durchschnittlicher Kuss dauert heut zu Tage über zwölf Sekunden. Das ist mehr als doppelt so lang wie in den 80er Jahren: Damals küsste man sich im Schnitt nur 5,5 Sekunden.
  • 42 Prozent der Frauen finden Küssen besser als Sex. Und wer hätte das gedacht? Immerhin etwa 30 Prozent der Männer sehen das genauso.
  • Die meisten Menschen küssen rechts herum, neigen also den Kopf auf die rechte Seite beim Küssen.  Frauen haben dabei zu 92 Prozent die Augen geschlossen, während etwa die Hälfte der Männer gerne sieht, was im Gesicht der Geküssten vorgeht.
  • Für einen leidenschaftlichen Kuss gehen minütlich rund 20 Kalorien drauf. Abnehmen tut man davon eher nicht - es sei denn, man knutscht ununterbrochen.
  • Den ersten Kuss bekommen 88 Prozent der Mädchen zwischen elf und 13 Jahren, Buben bleiben durchschnittlich ein Jahr länger ungeküsst.
  • Beim Zungenkuss werden alle 34 Gesichtsmuskeln aktiviert, beim Schmatzer auf die Wange nur zwei.
  • Lippen sind etwa hundertmal so empfindlich wie die Fingerspitzen des Menschen. Beim Küssen werden die Lippen mit einem Druck zwischen 0.5 und 15 kg aufeinander gepresst.
  • Beim Küssen wird der Speichelfluss angeregt, und Abertausende von Bakterien wechseln von Mund zu Mund. Trotzdem ist Küssen gut für die Gesundheit: Die dabei freigesetzten Neuropeptide stärken die Abwehr. Ausserdem werden körpereigenes Morphium und Endorphine ausgeschüttet, was für Glücksgefühle sorgt. Die Körpertemperatur steigt, der Puls beschleunigt sich, das Herz schlägt schneller - Küssen ist sozusagen ein Ganzkörperphänomen! Plus: Küssen schütz die Zähne - Im Speichel entstehen antimikrobielle Enzyme, diese beugen Karies vor.

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