SRF 3-Hörerin Andrea Gross trifft die Toten Hosen

Manchmal werden Träume wahr. Familienfrau und Punkrock-Fan Andrea Gross wollte endlich einmal die Toten Hosen treffen. SRF 3 schickte Andrea ans Tourabschluss-Konzert der deutschen Punk-Helden. Ein Erlebnisbericht.

Sichtlich nervös und voller Vorfreude beginnt die Zugfahrt nach Düsseldorf, dort, wo am Freitag Abend die grosse Fete der Toten Hosen steigt. Die Hosen in Düsseldorf – ein Hexenkessel der besonderen Art. Und mittendrin: SRF 3-Gewinnerin Andrea Gross.

Erstes Highlight vor dem Konzert

Noch bevor die ersten Töne gespielt werden, steigt Andreas Puls. Der Grund: Ihr gegenüber sitzt Sänger Campino und beantwortet ruhig Andreas Fragen, welche diese ihm mit dem in etwas zittrigen Händen haltenden Mikrofon stellt. Das Gespräch ist entspannt, die Chemie stimmt, beide lachen viel und haben sichtlich Spass.

Als das Gespräch zu Ende ist lobt Campino: «Das war ein richtig, richtig gutes Interview!» Campino geht, Andrea lächelt. Seit fast 30 Jahren ist sie Fan - das war ihr erstes Treffen mit der Band

Heimspiel

Nach dem darauf folgenden «Meet & Greet» mit der kompletten Band geht's bald schon los. Die Toten Hosen betreten die Bühne des Stadions und die Menge tobt. Es ist ein Heimspiel für welches keine Niederlage droht. Weniger ein Konzert, sondern vielmehr ein Klassentreffen, ein Düsseldorfer Volksfest, untermalt von einem kleinen bisschen Horrorshow und Opel Gangs.

Die Band spielt Hit um Hit und Campinos Stimme versinkt fast im nicht enden wollenden Chor der Fans. Und mittendrin Andrea Gross, welche über beide Backen strahlt und ihre Stimme an deren Grenzen schreit.

Den Elfer versenkt

Das kurze Gespräch mit der Band nach der Show meistert Andrea bereits mit stark heiserer Stimme. Begeistert verlässt sie die Halle, steigt in das Taxi, dessen Fahrer während den nächsten fünfzehn Minuten Fahrt kommentarlos eine alte Hosen-CD spielen lässt und in die Nacht hinein fährt, während Andrea weiterhin etwas müde strahlt und sich in Gedanken die rechten Worte für ihre morgendliche Konzertkritik zurecht legt. Obwohl, ein kurzer Satz aus ihrer heiseren Stimme reicht, um zu wissen: das war ein Abend, den Andrea nie vergessen wird.